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Hessen initiiert Machbarkeitsstudie für Transparenzdatenbank

Thema: 
Gesundheit, Soziales
02.12.2019Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Sozial- und Integrationsminister Kai Klose: „Wir wollen im öffentlichen Interesse mehr Transparenz auch über die Arbeit der sozial tätigen Organisationen schaffen“

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Junge Frau hilft alten Frau im Rollstuhl.
© Kzenon - Fotolia.com

Organisationen der freien Wohlfahrtspflege übernehmen in Hessen wichtige Aufgaben im sozialen Bereich und tragen so dazu bei, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Für diese Arbeit erhalten sie umfassende staatliche Förderung. Deshalb ist wichtig, dass sowohl die Hessische Landesregierung als auch Bürgerinnen und Bürger, Medien und weitere Interessierte einen transparenten Einblick in die Tätigkeit und Strukturen dieser Organisationen erhalten. „Wir werden daher im kommenden Jahr eine Machbarkeitsstudie durchführen, um auch rechtlich zu prüfen, wie wir eine Transparenzdatenbank in der freien Wohlfahrtspflege aufbauen können“, erklärt der hessische Sozial- und Integrationsminister Kai Klose.

Mehr Transparenz über Organisationen

„Eine solche öffentlich zugängliche Datenbank könnte ein wichtiger Baustein sein, um für die Öffentlichkeit mehr Transparenz über alle in der sozialen Arbeit tätigen Organisationen zu schaffen“, so Klose weiter. Die Wohlfahrtsverbände sollen in die Erarbeitung der Machbarkeitsstudie einbezogen werden. Sie ist Voraussetzung für weitere Schritte, beispielsweise zur Umsetzung einer Datenbank.

Hessen beschäftigt sich schon seit 2013 mit der Frage, wie mehr Transparenz in der Freien Wohlfahrtspflege geschaffen werden kann, ohne zu sehr in die Souveränität der Organisationen einzugreifen. Ein erster wichtiger Schritt in diesem Prozess war im Jahr 2016 der Abschluss einer Vereinbarung zwischen dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) und der Liga der freien Wohlfahrtspflege, die eine Überprüfung durch den Landesrechnungshof ermöglicht. Hessen hatte damals im Hinblick auf eine weitergehende Transparenzstrategie in der Arbeits- und Sozialministerkonferenz der Länder (ASMK) die Einrichtung einer Arbeitsgruppe zur Transparenz von gemeinnützigen Organisationen angestoßen und darin die Federführung übernommen.

Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger

„Die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, mit Spenden oder Dienstleistungen freiwillig die Arbeit gemeinnütziger Organisationen zu unterstützen, hängt entscheidend von ihrem Vertrauen in die Arbeit der Projekte, Organisationen und Fachkräfte ab. Transparenz über die Ziele, Arbeitsweisen und Finanzdaten ist eine wichtige Grundlage dieses Vertrauens. Deshalb möchten wir in Hessen dazu beitragen, die notwendige Transparenz in der freien Wohlfahrtspflege zu schaffen“, schließt Klose.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecherin: 
Alice Engel
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
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