Startseite Presse Pressemitteilungen Projekt Gemeindeschwester 2.0 auf einem sehr guten Weg
Land hat Zukunft

Projekt Gemeindeschwester 2.0 auf einem sehr guten Weg

Thema: 
Gesundheit
21.12.2018Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Gesundheitsminister Stefan Grüttner: „Durch Beratung als auch Vermittlung von erforderlichen Hilfen trägt die Gemeindeschwester dazu bei, dass ältere Menschen trotz bestimmter Einschränkungen so lange wie möglich in ihrer eigenen Häuslichkeit leben können.“

praxisassistentin_auf_dem_weg_zum_patienten.jpg

Praxisassistentin auf dem Weg zum Patienten
© HMSI

Seit März 2018 ermöglicht das HMSI Kommunen und auch Ärzten den Einsatz von Gemeindeschwestern. „Die große Resonanz zeigt die Wichtigkeit einer seniorengerechten Betreuung, die insbesondere präventive Hausbesuche und Eingliederung bestehender Angebote für Senioren vor Ort umfasst. Nicht nur Ärzte und Kommunen, sondern auch vor allem Angehörige werden durch den Einsatz der Gemeindeschwester entlastet“, betonte der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner. Derzeit erhalten fünf Kommunen, zwei Praxen und ein MVZ Förderungen vom HMSI.

Im Vogelsbergkreis fördert das Land den Einsatz von zwei Gemeindeschwestern, die in den Kommunen Alsfeld und Romrod sowie Ulrichstein, Lautertal und Gemünden eingesetzt werden. Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner betonte dazu in Wiesbaden: „Der Vogelsbergkreis hat ein sehr überzeugendes Versorgungskonzept vorgelegt. Die Arbeit von Gemeindeschwestern ist eine wertvolle Unterstützung. Hier im Landkreis geht es vor allen Dingen um eine echte „Kümmerer-Rolle“, so Grüttner. „Die Gemeindeschwester stellt sowohl Beratung als auch Vermittlung von erforderlichen Hilfen zur Verfügung und trägt somit dazu bei, dass ältere Menschen trotz bestimmter Einschränkungen so lange wie möglich in ihrer eigenen Häuslichkeit leben können. Durch Hausbesuche kann sie den Hilfebedarf, beispielsweise im Bereich der psychosozialen Betreuung und Hauswirtschaft, erkennen und auch nicht medizinische Hilfsangebote organisieren und koordinieren“, ergänzte der Minister.

Die medizinische Versorgung im ländlichen Raum sicher- und zukunftsfest aufstellen

Hessen stelle sich mit großem Engagement der Herausforderung, die Versorgung insbesondere von älteren Bürgerinnen und Bürgern im ländlichen Raum weiterhin sicher- und zukunftsfest aufzustellen. „Hier geht das Projekt Gemeindeschwester 2.0 einen sehr guten Weg“, erklärte Grüttner. Für den Vogelsbergkreis übernimmt die Hessische Landesregierung mit seiner Förderung die Personalkosten und Weiterbildungskosten für zwei Jahre in Höhe von insgesamt rund 93.000 Euro.

„Der Vogelsbergkreis verfolgt seit Jahren eine regionale Gesundheitsplanung, aus der lokale Gesundheitswerkstätten entstanden sind, die unter anderem den Einsatz von Gemeindeschwestern befürworten. Wir gehen damit als gutes Beispiel voran“, erläuterte der Erste Kreisbeigeordnete des Vogelsbergkreises Dr. Jens Mischak.

Teil der Offensive „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“

Die Förderlinie „Gemeindeschwester 2.0“ ist Teil der Offensive „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“ und soll die Lücke zwischen medizinischer und psychosozialer Versorgung auch für Menschen, die noch keinen Pflegebedarf im Sinne des SGB XI haben, über eine zentrale Kümmerer-Person schließen. Das Land Hessen stellt hierfür in den Haushaltsjahren 2018 und 2019 jeweils 1,85 Mio. Euro zur Verfügung.

Auch die landesweite Kommission „Hessen hat Familiensinn“ von 29 Fachexpertinnen und Fachexperten aus ganz Hessen hat sich ausdrücklich dafür ausgesprochen, dass die Versorgungsleistungen von Pflegestützpunkten und Hausarztpraxen durch die aufsuchende Hilfe von „Gemeindeschwestern“ unterstützt wird. Die Kommission ist damit den ausdrücklichen Vorschlägen vieler hessischer Bürgerinnen und Bürger gefolgt, die dies im Rahmen von vier großen Dialogforen diskutiert und gefordert hatten.

Jetzt einen Antrag stellen!

Antragsberechtigt sind Hausärztinnen und Hausärzte sowie Kommunen, die eine entsprechend qualifizierte Fachkraft als Gemeindeschwester einsetzen möchten.

Anträge können beim Hessischen Ministerium für Soziales und Integration ab sofort elektronisch über die E-Mail-Adresse gesundheitsnetze@hsm.hessen.de gestellt werden. Ein Antragsformular kann auf der Internetseite abgerufen werden.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecherin: 
N. N.
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
+49 611 3219 3408
+49 611 32719 4666
presse@hsm.hessen.de
Schließen