Projekt ‚Migranten werden Unternehmer‘

Thema: 
Integration
09.03.2018Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Besuch des Projekts der Peter Fuld Stiftung in Rüsselsheim am Main. Staatssekretär Kai Klose: „Projekt ‚Migranten werden Unternehmer‘ hat Vorbildcharakter und unterstützt Migrantinnen und Migranten erfolgreich auf dem Weg in die Selbstständigkeit“

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Brigitte Wösthoff, Nilhüfer Irmak, Jürgen Pöttker, Kai Klose, OB Udo Bausch, Oliver Engl (v.l.n.r.)
Brigitte Wösthoff, Nilhüfer Irmak, Jürgen Pöttker, Kai Klose, OB Udo Bausch, Oliver Engl (v.l.n.r.)
© HMSI

Rüsselsheim. Der Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Kai Klose, informierte sich heute über das Projekt ‚Migranten werden Unternehmer‘ der Peter Fuld Stiftung in Rüsselsheim. Das erfolgreiche Projekt hilft Existenzgründern mit Migrationshintergrund in die Selbstständigkeit zu starten.

Sonderpreis des Hessischen Integrationspreises

Es wurde 2010 von der Peter Fuld Stiftung initiiert und steht seitdem unter der Schirmherrschaft des Hessischen Sozial- und Integrationsministers. „Das Projekt stellt gründungswilligen Migrantinnen und Migranten erfahrene Wirtschaftspaten zur Seite, die ehrenamtlich tätig sind und ihnen ein Coaching insbesondere zum Erstellen eines Business Plans geben. Damit sind sie auch ein Vorbild für die gesamte Gesellschaft. Diese passgenaue Unterstützung ist ein wesentlicher Faktor für den dauerhaften Geschäftserfolg der Migrantinnen und Migranten. Das Projekt hat damit Vorbildcharakter. Die Landesregierung hat dem Projekt daher den Sonderpreis des Hessischen Integrationspreises zuerkannt“, betonte Klose. „Ich würde mich sehr freuen, wenn dieses Projekt auch in anderen Regionen Hessens und Deutschlands umgesetzt werden würde“, ergänzte der Staatssekretär.

Vertreter der Peter Fuld Stiftung und den Wirtschaftspaten erläuterten das Projekt und Existenzgründerinnen und -gründer berichteten von ihren Erfahrungen. Die Wirtschaftspaten sind ein Verein von rund 40 ehemaligen Fach- und Führungskräften, die neben ehrenamtlicher Beratung zweitägige Businessplanschulungen und die weitergehende kostenlose Betreuung für ein Jahr anbieten.

Weg in die Selbstständigkeit

„Mehr und mehr gehen Migrantinnen und Migranten diesen Weg der Selbständigkeit. Dies zeigt eine Entwicklung auf, die unterstützt und gefördert werden muss“, bekräftigte Klose. In Deutschland gibt es laut Mikrozensus 2015 rund 737.000 Selbständige mit Migrationshintergrund. Sie beschäftigen in Deutschland weit über 1 Mio. Menschen. In Hessen haben laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung von 2016 Selbständige mit Migrationshintergrund rund 200.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Mit 30 Prozent habe Hessen den höchsten Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund im Vergleich aller deutschen Flächenländer. Klose: „Hessen ist vielfältig und bunt, Hessen ist weltoffen und Hessen ist ein Zuwanderungsland, das für zahlreiche Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zur Heimat geworden ist. Gegenseitige Achtung, die Anerkennung unserer grundlegenden Werte und der Respekt vor unserer Verschiedenheit sind die Grundlagen unserer Integrationspolitik.“

„Es gibt nur noch Hessinnen bzw. Hessen mit und ohne Migrationshintergrund, die sich hier zu Hause fühlen und ihr Geschick selbst in die Hand nehmen. Denn sie wollen wirtschaftlich nicht abhängig, sondern eigenverantwortlich tätig und erfolgreich sein“, schloss Klose.

Hessen investiert erheblich in Integrationsmaßnahmen und unterstützt und entlastet so auch die Kommunen. Klose: „Mit dem ‚WIR‘-Programm stellen wir den Städten, Gemeinden und Landkreisen vielfältige Integrationsangebote zur Verfügung, damit sie noch passgenauer reagieren können.“ Mit dem Landesprogramm WIR hat die Hessische Landesregierung im Jahr 2014 den Schwerpunkt ihrer Integrationspolitik auf die Bereiche interkulturelle Öffnung und Aufbau einer Willkommens- und Anerkennungskultur gelegt. Das Landesprogramm „WIR“ wurde im Jahr 2018 finanziell auf über 10 Millionen Euro aufgestockt und um neue Konzepte erweitert.

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Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
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