Welt AIDS Tag am 1. Dezember

Solidarität mit Menschen mit HIV und AIDS

Thema: 
Antidiskriminierung
30.11.2018Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Staatssekretär Kai Klose: „Prävention rettet Leben. Eine gut aufgestellte Antidiskriminierungsarbeit ist ein wichtiger Baustein“

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Welt AIDS Tag
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Wiesbaden. Anlässlich des Welt-AIDS-Tages am 1.12. hat der Bevollmächtigte des Landes Hessen für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Kai Klose, daran erinnert, dass die HIV-Präventionsarbeit in den vergangenen Jahren sehr gute Fortschritte geleistet hat: „Die jüngsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigen, dass die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Jahren weiter zurückgegangen ist. Das ist ein wichtiger Erfolg einer stetig noch besser werdenden Präventionsarbeit.“

Neuinfektionen rückläufig

Nach der aktuell vom RKI veröffentlichten Statistik liegt die Anzahl der Neuinfektionen im Bundesgebiet bei etwa 2.700 im Jahr 2017 und ist somit weiter rückläufig. Für Hessen schätzt das RKI in 2017 insgesamt etwa 210 Neuinfektionen. Nach diesen Zahlen sind es zum Jahresende 2017 etwa 6.200 Personen, die in Hessen mit HIV/AIDS leben, 990 davon ohne Diagnose.

Stigmatisierung und Ausgrenzung entgegenwirken

„Die Prävention wird deutlich erleichtert, wenn die Stigmatisierung und Ausgrenzung von Personen mit HIV reduziert und ihr aktiv entgegengewirkt wird. Eine konsequente Antidiskriminierungsarbeit ist daher auch hier grundlegend. Die hessischen AIDS-Hilfen sind dabei wichtige und bewährte Partner des Landes. So steht die diesjährige Veranstaltung zum Welt-AIDS-Tag unter dem Titel ‚Vielfalt verteidigen!‘ – ein hochaktuelles Thema, an dem auch die Landesregierung sehr intensiv arbeitet“, erklärte der Staatssekretär und hob die erfolgreiche und wirksame Arbeit der vom Land geförderten Präventionsprojekte der Aidshilfen in Hessen besonders hervor. Deren Arbeitsschwerpunkte sind Aufklärung und Information zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt sowie Antidiskriminierungsarbeit. Die Präventionsprojekte sind dazu u.a. auf Partys und CSDs präsent, veranstalten Informationsveranstaltungen, Workshops und Fortbildungen. Sie arbeiten eng mit anderen regionalen Organisationen und Strukturen zusammen. Ebenfalls vom Land besonders unterstützt werden die Beratungsarbeit für Geflüchtete mit HIV sowie Geflüchtete aus dem LSBT*IQ-Spektrum.

HIV-Prophylaxe PrEP verhindert erfolgreich Neuinfektionen

„Eine Infektion mit dem HI-Virus ist heute nicht mehr tödlich, wenn sie früh erkannt und therapiert wird. Auch die HIV-Prophylaxe PrEP verhindert erfolgreich Neuinfektionen, Hessen hat dem niedersächsischen Versuch, diese einzuschränken, deshalb im Bundesrat nicht zugestimmt. Daher macht es auch nachdenklich, wenn nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts in Hessen 2017 etwa 55 Personen verstorben sind. Wir müssen noch mehr dafür tun, dass sich Menschen ohne Angst vor Ausgrenzung und Abwertung mit diesem Krankheitsbild auseinandersetzen und früh die richtigen Entscheidungen treffen – und treffen können. Das ist keine Aufgabe allein von Einzelpersonen, sondern dazu braucht es neben guten medizinischen Therapiemöglichkeiten auch eine offene und aufgeklärte Gesellschaft. Antidiskriminierungsarbeit leistet auch hier einen wichtigen Beitrag“, erklärte Klose.

Gedenken an Bernd Aretz

Der Staatssekretär erinnerte in diesem Zusammenhang auch an den im Oktober 2018 in Frankfurt verstorbenen Bernd Aretz. „Bernd Aretz hat in den vergangenen Jahrzehnten als HIV-positiver Aktivist, als Vorstand der Offenbacher, der Frankfurter und der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. und als Mitglied im Nationalen AIDS-Beirat in vielfältiger Weise wichtige Beiträge zum Profil der AIDS-Hilfen in Deutschland geleistet. Mit ihm haben wir eine wichtige Stimme verloren, die uns in unserem Kampf gegen Diskriminierung und für Akzeptanz und Vielfalt fehlen wird“, so Klose.

Der Staatssekretär nimmt dazu auch an der Denk- und Gedenkveranstaltung der AIDS-Hilfe Frankfurt zum Welt-AIDS-Tag 2018 am 1.12. in der Katharinenkirche in Frankfurt teil.

Hintergrundinformationen

Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf den Seiten der Deutschen AIDS-Hilfe: https://www.aidshilfe.de/ sowie auf dem HIV-Informationsportal des Robert Koch Instituts: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/H/HIVAIDS/hiv_aids.html.

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