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Sommerreise Jo Dreiseitel

Spielerisches Kennenlernen erleichtert Kindern die Integration

Thema: 
Antidiskriminierung
12.09.2017Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Darmstadt. Der Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Jo Dreiseitel, hat heute im Rahmen seiner Sommerreise in Darmstadt „Das Rotzfreche SPIELMOBIL“ der SJD – Die Falken e.V. besucht. Das Spielmobil bietet zahlreiche Aktivitäten für Kinder zwischen vier und 14 Jahren in Darmstadt sowohl für Anwohnerkinder als auch für geflüchtete Kinder. „Kinder und Jugendliche sind im Umgang miteinander sehr unbefangen, daher ist es genau richtig hier ungezwungene und spielerische Möglichkeiten für Begegnungen miteinander zu schaffen“, erklärte  der Staatssekretär.

Das Projekt „Spielen verbindet – Sozialräume erschließen“ soll die Teilhabe der Kinder und Jugendlichen im Stadtteil fördern und auch ihre Eltern bzw. ältere Geschwister einbinden. Mit dem ersten Spielmobil wurden ab September 2015 die Flüchtlingsunterkünfte in Darmstadt und in der Außenstelle der HEAE in Michaelisdorf angefahren. Gefördert wird das Projekt mit Mitteln aus dem Landesprogramm WIR. Seit 2014 wurden die Integrationsfördermittel von 3,1 Mio. Euro bis 2017 auf 8,85 Mio. Euro nahezu verdreifacht. „Umso früher Integration startet, umso besser kann Integration gelingen“, zeigte sich Jo Dreiseitel überzeugt.

Stadträtin Barbara Akdeniz begrüßt die Aufnahme des Angebots in das WIR-Programm: „Das Spielmobil ist mit seinen Regelangeboten seit Jahren ein wichtiger Baustein der Darmstädter Jugendhilfe. Die Intensivierung auf den integrationspolitischen Aspekt ist von großer Bedeutung, denn spielerisch kommen sich Kinder näher und verbinden damit auch Familien. Integration gelingt durch Begegnung und ein Miteinander, Kinder sind hier wichtige Integrationskräfte. Das offene Angebot ist für alle ein spielerisches Lernfeld mit pädagogischer Begleitung."

Mit dem Landesprogramm WIR werden seit Jahren wichtige Impulse hessischer Integrationspolitik gesetzt. Durch die inhaltliche Schwerpunktsetzung des WIR-Programms zum Aufbau und der Verbesserung einer gelebten Willkommens- und Anerkennungskultur sowie der Stärkung interkultureller Öffnungsprozesse können Strukturen in allen öffentlichen Lebensbereichen weiterentwickelt und etabliert werden. Ziel ist dabei, die Angebote auf eine vielfältige Gesellschaft auszurichten, um allen Menschen, unabhängig ihrer Herkunft, Chancen auf Teilhabe flächendeckend zu ermöglichen.

Hier sind die etablierten WIR-Koordinatoren in allen hessischen Landkreisen, kreisfreien Städten und Sonderstatusstädten, die Akteure innovativer Modellprojekte, die qualifizierten ehrenamtlichen Integrationslotsen sowie die Projektpartner wichtige und erfahrene Akteure vor Ort. Auch die Angebote zur Deutschförderung sind weiterhin wichtiges integrationsförderndes Mittel.

Mit der Fortschreibung des WIR-Programms werden als ergänzender Kernpunkt mit dem neuen WIR-Fallmanagement für Geflüchtete vorhandene bzw. neue Unterstützungsstrukturen gestärkt. Bei den Modellprojekten liegt der Focus in diesem Jahr auf Vorhaben zur Unterstützung der Integration geflüchteter Frauen sowie auf der Stärkung von Migrantenorganisationen.

Das WIR-Programm wirkt sich damit insgesamt unterstützend und positiv auf neue kommunale, gemeinnützige sowie kirchliche Initiativen und Beratungsangebote – auch im ländlichen Raum – aus und verbessert somit strukturell und langfristig notwendige Veränderungsprozesse und Integrationsbedingungen.

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