Unterstützung

Teilhabe Kinder und Jugendlicher während der Pandemie sichern

Thema: 
Gesundheit
30.06.2021Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Sozial- und Integrationsminister Klose hat in Offenbach die bereits ergriffenen und geplanten Maßnahmen des Landes zur „Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie“ vorgestellt.

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Junge Frauen an einem Bahngleis
© Adobe Stock / lubero

Sozial- und Integrationsminister Kai Klose hat heute in Offenbach die bereits ergriffenen und geplanten Maßnahmen des Landes zur „Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie“ vorgestellt. Gemeinsam mit der Kinder- und Jugenddezernentin der Stadt Offenbach, Sabine Groß, und der Beauftragten der Landesregierung für Kinder- und Jugendrechte, Miriam Zeleke, wurden dabei aktuelle Herausforderungen kommunaler Kinder- und Jugendarbeit beleuchtet und Chancen für die Zeit mit und nach der Pandemie aufgezeigt.

Seit Monaten mit großen Herausforderungen konfrontiert

Die durch die Corona-Pandemie notwendigen Einschränkungen der vergangenen Monate haben Kinder und Jugendliche in ihrer Lebenswelt stark eingeschränkt. Nicht nur aufgrund der Schul- und Kitaschließungen, auch wegen der eingeschränkten Freizeitmöglichkeiten mussten Kinder und Jugendliche auf vieles verzichten. Freizeitgestaltung ist für sie mehr als bloßer Zeitvertreib: In ihrer Freizeit machen sie wichtige Erfahrungen für ihre Persönlichkeitsentwicklung. Auch die Fachkräfte in Kinderbetreuung und Jugendhilfe sind seit Monaten mit großen Herausforderungen konfrontiert.

„Sowohl Kinder und Jugendliche selbst als auch Organisationen, Fachkräfte und Träger haben in den vergangenen Monaten kreative Konzepte entwickelt, um trotz der Einschränkungen einen abwechslungsreichen Alltag für Kinder und Jugendliche gestalten und gut mit ihnen arbeiten zu können“, sagte Klose. „Wir unterstützen Kinder und Jugendliche und haben Maßnahmen erarbeitet, die ihnen eine Stimme geben, damit ihre Teilhabe auch während der Pandemie sichergestellt und weiterentwickelt werden kann. Gleichzeitig tragen wir dazu bei, Fachkräfte und Familien zu befähigen, um die Herausforderungen der Pandemie bestmöglich zu bewältigen. So unterstützen wir sie in dieser besonderen Lage – und in der Zeit danach.“

„Die Kinder- und Jugendlichen in unserer Stadt hat die Pandemie besonders hart getroffen. Nicht nur das schulische Lernen, sondern auch das soziale Miteinander mussten sie drastisch einschränken. In unserer Kinder- und Jugendarbeit setzen wir besonders dort an, wo es für sie wichtig ist, zum Beispiel bei den Abschlussgruppen am Übergang von der Kita zur Grundschule oder von der Schule zum Beruf. Auch die Unterstützung in besonders schwierigen Lebenslagen ist ein Schwerpunkt, so fördern wir zum Beispiel besonders bei prekären Bildungsbiografien oder schwierigen familiären und sozialen Aufwachsbedingungen“, sagte die Offenbacher Dezernentin Sabine Groß: „Es ist gut und wichtig, dass wir vonseiten des Landes aktive Unterstützung erhalten und ich danke Herrn Minister Klose und der Landesbeauftragten für Kinder- und Jugendrechte, Frau Zeleke, für ihren Besuch in Offenbach.“

„JuCo II“-Studie

Die von den Universitäten Frankfurt und Hildesheim durchgeführte „JuCO II“-Studie hat wichtige Erkenntnisse dazu geliefert, wie sich junge Menschen während der Pandemie fühlen. Da unter den 7.000 Befragten auch 1.000 junge Hessinnen und Hessen waren, hat das Land auch eine hessenbezogene Auswertung in Auftrag gegeben. Diese Daten zeigen, dass sich fast 40 Prozent der Befragten eher einsam fühlten, 23,5 Prozent teilweise. Auch von Zukunftsängsten berichtete in Hessen mit 66,3 Prozent ein überwiegender Teil der jungen Menschen. Außerdem vermisste fast ein Viertel der Befragten (23,9 Prozent) Orte zum Abhängen, zum Chillen und offene, informelle Begegnungen.

Die hessenbezogene Auswertung hilft zu ergründen, wo aus der Perspektive der Betroffenen besonderer politischer und gesellschaftlicher Handlungsbedarf besteht. „Beim Blick auf die Ergebnisse wird klar: Im Mittelpunkt müssen Begegnungen und Räume stehen. Junge Menschen mussten ihre Kontakte zuletzt massiv einschränken und waren in einer Lebensphase, in der es um Identitätsfindung geht und Abgrenzung zu den Eltern essentiell wichtig ist, auf ihr häusliches Umfeld zurückgeworfen“, so die Beauftragte der Landesregierung für Kinder- und Jugendrechte, Miriam Zeleke: „Räume, die junge Menschen unabhängig von den Vorstellungen und Regeln Erwachsener gestalten können, haben zuletzt ganz besonders gefehlt.“

Aktionswoche „Into Focus“

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration unterstützt Kinder und Jugendliche nun dabei, diese Räume symbolisch zurückzuholen: Mit der Förderung von 50 Begegnungsveranstaltungen, die im Rahmen der Aktionswoche „Into Focus“ im September stattfinden sollen, setzt Minister Klose ein Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung. Mit insgesamt 25.000 € werden Veranstaltungen unterstützt, die der Begegnung von Jugendlichen dienen. Dabei wird eine ausgewogene Verteilung der Veranstaltungsorte in ganz Hessen angestrebt.

„Wir nehmen Kinder und Jugendliche ernst und machen das mit der Förderung der Veranstaltungen deutlich. Sie können und sollen ihre Stimme erheben, auf ihre Bedürfnisse hinweisen und Veränderungen anstoßen. Deshalb haben wir auch während der Pandemie bewährte Maßnahmen fortgesetzt und, wo möglich und erforderlich, noch weiter ergänzt“, sagt Sozial- und Integrationsminister Kai Klose.

Hintergrund

Alles zu den Maßnahmen, die während der Pandemie für Kinder- und Jugendliche, für Kinder- und Jugendarbeit und zur Förderung der Fachkräfte ergriffen wurde, finden Sie hier: hessenlink.de/HMSI173

Wer sich unter welchen Bedingungen für die Fördermittel für die Ausrichtung einer Begegnungs-Party im Rahmen der Aktionswoche „Into Focus“ bewerben kann, finden Sie hier: hessenlink.de/HMSI174

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecherin: 
Alice Engel
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