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Auszeichnung

Veronica King aus Kassel erhält ersten Hessischen Preis für Lesbische Sichtbarkeit 2020

Thema: 
Antidiskriminierung
14.10.2020Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Sozial- und Integrationsminister Kai Klose: „Veronica King setzt sich in einer Vielzahl von Rollen und Settings für lesbische Sichtbarkeit ein.“

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Homosexualität
© fotolia/EdNurg

Die Hessische Landesregierung verleiht heute im Rahmen eines feierlichen Festakts im Biebricher Schloss den ersten Hessischen Preis für Lesbische Sichtbarkeit an Veronica King aus Kassel. Sozial- und Integrationsminister Kai Klose gratuliert der Preisträgerin: „Mit Veronica King hat die Jury eine Preisträgerin ausgewählt, die sich in den vergangenen Jahrzehnten und bis heute in einer Vielzahl von Rollen und Settings für lesbische Sichtbarkeit einsetzt und eingesetzt hat – häufig gegen alle Widerstände. Ihr vielseitiges, langjähriges und in die Zukunft hineinwirkendes Engagement für lesbische Sichtbarkeit macht sie zu einer sehr würdigen Preisträgerin; über ihre Auszeichnung freue ich mich sehr“. Der in diesem Jahr erstmals verliehene und künftig alle zwei Jahre zu vergebende Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Strukturen öffnen

Ob als Sozialpädagogin in der Frauen- und Jugendarbeit, im Vereins- und Freizeitsport, in der Verwaltung, bei der Organisation des CSD Kassel, in Theaterprojekten oder zahlreichen weiteren ehrenamtlichen Aktivitäten: Veronica King ist als schwarze lesbische Frau sichtbar, teilt ihre Erfahrungen und arbeitet mit viel Energie daran, Strukturen zu öffnen und weiterzuentwickeln.

Verknüpfung mit anderen Themen

Den lesbischen Aktivismus verknüpft sie dabei gekonnt mit Antirassismusarbeit, Bildungsarbeit, setzt im Rahmen von Veranstaltungen Themen wie z. B. Body Positivity und verbindet Generationen miteinander. So schafft sie Freiräume für persönliche Entfaltung, in denen Menschen sich angenommen fühlen, akzeptiert werden und Schutz vor Diskriminierung erfahren. Als Mittlerin bewegt sie sich stets auch zwischen den Räumen und wirkt durch ihr Engagement aktiv sowohl in die Gesamtgesellschaft als auch in Community-Strukturen hinein. Klose: „Sie ist Vorbild für viele junge Menschen gerade auch in den ländlichen Regionen Nordhessens.“

Insgesamt sind über 20 Nominierungen für folgende 12 Organisationen und Personen eingegangen:

  • Dyke*March Rhein-Main 2019
  • Kim Engels, Mitbegründerin des frauen museum wiesbaden
  • Das frauen museum wiesbaden
  • Yvonne Ford, Veranstalterin von „Lesbischer Herbst“, eine Gesprächs- und Begegnungsmöglichkeit speziell für ältere Lesben und Lesben mit spätem Coming-Out
  • Das FrauenKulturZentrum Darmstadt
  • Veronica King, Sozialpädagogin aus Kassel
  • Das Lesbenarchiv Frankfurt
  • Lesben gegen Rechts, Rhein-Main
  • Die Lesben Informations- und Beratungsstelle (LIBS) aus Frankfurt
  • Der Chor „Liederliche Lesben“ aus Frankfurt
  • Dr. Constance Ohms, Soziologin und Leiterin der Fachberatungsstelle gewaltfreileben
  • Erika Wild aus Frankfurt, Inhaberin der Bar „La Gata“, die vermutlich älteste Lesben-Bar weltweit (seit 1971)

Der Jury gehören an:

  • Betina Delalic alias DJ Betty Ford, Veranstalterin und Gastronomin aus Kassel
  • Max Helmich, selbstständiger Übersetzer aus Mainz-Kastel
  • Stephanie Kuhnen, Autorin und Journalistin, Projektleiterin "Lesbisch*Sichtbar.Berlin" des RuT e.V.
  • Dr. Gesa Teichert-Akkermann, Referentin für Gesellschaft, Teilhabe und Antidiskriminierung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld aus Hildesheim
  • Susanne Stedtfeld, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle im HMSI in Wiesbaden

„Ich danke allen, die eine Nominierung eingereicht haben. Damit tragen Sie aktiv dazu bei, lesbisches Leben und lesbischen Aktivismus in Hessen sichtbarer zu machen. Außerdem danke ich ganz besonders allen Personen und Organisationen, die sich, ob nominiert oder nicht, täglich und zum Teil schon seit vielen Jahrzehnten für Akzeptanz, Vielfalt und lesbische Sichtbarkeit einsetzen. Mein Dank gilt darüber hinaus der Jury für ihre wertvolle Arbeit“, erklärt Klose abschließend.

Hintergrundinformationen

Der Hessische Preis für Lesbische Sichtbarkeit wird in 2020 erstmals und dann im zweijährigen Turnus vergeben. Er ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Nominierungsfrist lief vom 15.05.2020 bis 31.07.2020.

Nominiert werden konnten:

  • Lesben (cis, trans*, nicht-binär),
  • lesbische Gruppen oder Initiativen und
  • Organisationen,

die sich für lesbische Sichtbarkeit und Akzeptanz einsetzen oder eingesetzt haben – dies mit Perspektive der Selbstvertretung und mit Bezug zum Land Hessen. Der Preis kann nicht posthum verliehen werden.

Nominieren konnte jede*r. Das schloss z. B. Einzelpersonen, Initiativen, Organisationen und Unternehmen ein.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecherin: 
Alice Engel
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
+49 611 3219 3408
+49 611 32719 4666
presse@hsm.hessen.de
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