HIV-Präventionsarbeit

Zum Welt AIDS Tag am 1. Dezember

Thema: 
Gesundheit, Antidiskriminierung
29.11.2019Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Sozial- und Integrationsminister Kai Klose: „Prävention rettet Leben. Eine gut aufgestellte Antidiskriminierungsarbeit ist ein wichtiger Baustein“

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Aids-Schleife
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Anlässlich des Welt-AIDS-Tages am 1.Dezember erinnert Sozial- und Integrationsminister Kai Klose daran, dass die HIV-Präventionsarbeit in den vergangenen Jahren sehr gute Fortschritte geleistet hat: „Die jüngsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigen, dass die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Jahren weiter zurückgegangen ist. Das ist ein wichtiger Erfolg einer stetig noch besser werdenden Präventionsarbeit.“ Nach der aktuell vom RKI veröffentlichten Statistik liegt die Anzahl der Neuinfektionen im Bundesgebiet bei etwa 2.400 im Jahr 2018 und ist somit weiter rückläufig. Für Hessen schätzt das RKI in 2018 insgesamt etwa 190 Neuinfektionen. Nach diesen Zahlen sind es zum Jahresende 2018 etwa 6.300 Personen, die in Hessen mit HIV/AIDS leben, etwa 910 davon ohne Diagnose.

Präventionsprojekte stoßen gesellschaftliche Veränderungen an

„Kontinuierliche Sensibilisierung und sex-positive Aufklärung sind wesentliche Bausteine, um der gesellschaftlichen Tabuisierung von Sexualität und der Stigmatisierung und Ausgrenzung von Personen mit HIV aktiv entgegenzuwirken. Dadurch wird auch die Präventionsarbeit deutlich erleichtert. Eine konsequente Antidiskriminierungsarbeit ist daher grundlegend. Sie rückt die Bedarfe und Lebensrealitäten der Betroffenen in den Blickpunkt und fördert so die Selbstbestimmung. Die hessischen AIDS-Hilfen sind dabei wichtige und bewährte Partnerinnen des Landes“, erklärt der Minister. Dabei hebt er die erfolgreiche und wirksame Arbeit der vom Land geförderten Präventionsprojekte der AIDS-Hilfen in Hessen besonders hervor. Zu deren Arbeit gehört die Aufklärung und Information zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen, die Förderung der Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt sowie die Selbsthilfe. Die Präventionsprojekte sind dazu u. a. auf Partys und CSDs präsent, veranstalten Informationsveranstaltungen, Workshops und Fortbildungen und stoßen so wichtige gesellschaftliche Veränderungen an. Darüber hinaus arbeiten sie eng mit anderen regionalen Organisationen und Strukturen zusammen. Auch die Beratungsarbeit der AIDS-Hilfen für Geflüchtete mit HIV sowie Geflüchtete aus dem LSBT*IQ-Spektrum wird vom Land besonders unterstützt.

„Eine Infektion mit dem HI-Virus ist heute nicht mehr tödlich, wenn sie früh erkannt und therapiert wird. Daher macht es nachdenklich, wenn nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts in Hessen 2017 etwa 55 Personen verstorben sind. HIV und AIDS dürfen kein Tabu-Thema sein. Wir müssen noch mehr dafür tun, dass sich alle Menschen ohne Angst vor Ausgrenzung und Abwertung mit diesem Krankheitsbild befassen, um in informierter Art und Weise die für sie richtigen Entscheidungen treffen zu können. Das ist nicht allein Aufgabe von Einzelpersonen, sondern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Dazu braucht es neben guten medizinischen Therapiemöglichkeiten eben auch Offenheit und Akzeptanz. Antidiskriminierungsarbeit leistet auch hier einen wichtigen Beitrag“, erklärt Klose.

Terminhinweis:

Sozial- und Integrationsminister Kai Klose nimmt an der Denk- und Gedenkveranstaltung der AIDS-Hilfe Frankfurt zum Welt-AIDS-Tag 2019 am 1.12. in der Katharinenkirche in Frankfurt teil.

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