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Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt

Zuwendungsbescheid für das Queere Zentrum Darmstadt

Thema: 
Antidiskriminierung
27.07.2017Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Der Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung,Staatssekretär Jo Dreiseitel, überbachte den Zuwendungsbescheid und sagte: „Im Queeren Zentrum Darmstadt werden wichtige Ziele des Hessischen Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt in konkretes Handeln umgesetzt!“

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Oberbürgermeister Jochen Partsch, Staatssekretär Jo Dreiseitel, MdL Karin Wolff (CDU), Oliver Delto (Jugendbildungsreferent vielbunt), Dennis Hochmann (Vorstand vielbunt), Daniela Wagner (B90/Grüne), Stefan Kräh (Vorstand vielbunt).
Oberbürgermeister Jochen Partsch, Staatssekretär Jo Dreiseitel, MdL Karin Wolff (CDU), Oliver Delto (Jugendbildungsreferent vielbunt), Dennis Hochmann (Vorstand vielbunt), Daniela Wagner (B90/Grüne), Stefan Kräh (Vorstand vielbunt).
© HMSI

Der Staatssekretär und Bevollmächtigte des Landes Hessen für Integration und Antidiskriminierung besuchte heute im Rahmen seiner Sommerreise das neu eröffnete Queere Zentrum Darmstadt und überreichte den Vertretern des Trägervereins vielbunt e.V. – queere Community Darmstadt einen Zuwendungsbescheid über rund 34.000 Euro. „Ich freue mich, dass wir durch unsere Zuwendung einen Beitrag dazu leisten können, dass sich ein wichtiges Zentrum der LSBT*IQ-Community in Hessen weiter etablieren und professionalisieren kann“, erklärte Jo Dreiseitel, der sich von der Entwicklung des vielbunt e.V. seit 2010 beeindruckt zeigte. „Den Verantwortlichen ist es gelungen, unter einem Dach eine große Bandbreite ehrenamtlichen Engagements zu vereinen. Auf dieser Grundlage werden Projekte angegangen, in denen wichtige Ziele des Hessischen Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt in die Tat umgesetzt werden“.

„Die Einrichtung des Queeren Zentrums war nicht nur ein ganz entscheidender Beitrag für die LSBT*IQ-Community in der Wissenschaftsstadt Darmstadt, sondern auch eine ziel- und bedarfsgerechte Weiterentwicklung unserer städtischen Kinder- und Jugendarbeit sowie ein allgemeiner Beitrag zum Kampf gegen Diskriminierung und Ausgrenzung in unserer Stadtgesellschaft, betonte Oberbürgermeister Jochen Partsch.“

Zusammenarbeit von Stadt und Verein

„Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat den Verein ,Vielbunt‘ von Anfang an gefördert und seine Arbeit unterstützt“, sagte Sozialdezernentin Barbara Akdeniz. „Durch die Förderung der Wissenschaftsstadt Darmstadt, die neben der Bereitstellung der Räume auch einen finanziellen Zuschuss beinhaltet, konnte vom Verein Vielbunt ein Jugendbildungsreferent eingestellt werden, der das außergewöhnlich hohe ehrenamtliche Engagement hauptamtlich ergänzt. Mit dem Queeren Zentrum setzen wir in Darmstadt ein Zeichen für Vielfalt, Teilhabe und Selbstbestimmung.“

In den vergangenen Jahren, so der Staatssekretär, wurde auf dem Feld der rechtlichen Gleichstellung von Lesben und Schwulen bereits viel erreicht. Das Engagement von Vereinen wie dem vielbunt e.V. mache deutlich, worin die Chancen für die weitere Entwicklung lägen: „Im Queeren Zentrum werden Angebote für das gesamte queere Spektrum umgesetzt werden. Es bietet Raum für die vielfältigen Initiativen des Vereins, für die Unterstützung des Coming-Out, für die Antidiskriminierungspädagogik im Rahmen des SCHLAU-Projektes, für die Selbsthilfe von Trans*Personen und vieles mehr bis hin zur Unterstützung der Eltern von Trans*Kindern und von Geflüchteten“, lobte Jo Dreiseitel die Arbeit vor Ort.

„Wir wollen in den kommenden Jahren gezielt dazu beitragen, dass sich Community-basierte Unterstützungsangebote für LSBT*IQ auch außerhalb des Rhein-Main-Gebietes professionalisieren und festigen können. Ich bin fest davon überzeugt, dass Vorbehalte und Diskriminierungen nachhaltig überwunden werden können, wenn geschlechtliche und sexuelle Vielfalt als selbstverständlicher Bestandteil gesellschaftlicher Wirklichkeit in ganz Hessen im unmittelbaren Lebensumfeld der Bürgerinnen und Bürger erfahrbar wird. In der Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Land liegt dabei auch in diesem Themenfeld eine große Chance!“, betonte der Staatssekretär.

Hintergrundinformationen

LSBT*IQ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, intergeschlechtliche und queere Personen.

Der Hessische Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt wurde am 29.05.2017 vom Kabinett beschlossen und am 06.06.2017 im Rahmen einer Landespressenkonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. Die im Hessischen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt enthaltenen Maßnahmen haben zum Ziel, die Akzeptanz von LSBT*IQ in Hessen zu fördern.

In den Jahren 2015 und 2016 standen jeweils 200.000 Euro im Haushaltsplan des Landes Hessen für Projektförderungen zur Verfügung. Damit wurden innovative Projekte unterstützt, die für die Akzeptanz von Menschen mit unterschiedlichen sexuellen und geschlechtlichen Identitäten werben und sich für ein offenes und diskriminierungsfreies Leben aller Menschen in Hessen einsetzen. 2017 wurde dieser Betrag auf 500.000 Euro erhöht und somit mehr als verdoppelt. Damit sollen Kommunen und insbesondere zivilgesellschaftliche Initiativen und Organisationen in ihrem Einsatz für Gleichbehandlung und Akzeptanz von Vielfalt unterstützt werden.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecherin: 
Esther Walter
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
+49 611 817 3408
+49 611 8908 4666
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