BdV Hessen

62. ordentlicher Landesverbandstag des Bundes der Vertriebenen in Hessen

Landesbeauftragte Ziegler-Raschdorf bescheinigt dem Verband eine hervorragende Arbeit

Wiesbaden. Die Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf, hat beim 62. ordentlichen Landesverbandstag des Bundes der Vertriebenen in Hessen in einem Grußwort ihre Verbundenheit mit dem Verband bekundet und ihm eine hervorragende Arbeit bescheinigt. „Kritisch, engagiert, mit Augenmaß und mit stilvoller Überzeugungsarbeit, das sind die Kennzeichen des BdV Hessen“, so die Landesbeauftragte. Überzeugend geprägt werde diese Arbeit vom engagierten Landesvorsitzenden Alfred Herold, mit dem sie nicht nur in dieser Funktion, sondern auch als Landesobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft und als Vorsitzender des Landesvertriebenenbeirates gut zusammenarbeite. 

„Dass Herr Staatssekretär Dr. Kriszeleit vom Ministerium der Justiz, für Integration und Europa heute hier die Festrede gehalten hat, ist ein Beweis der guten Zusammenarbeit der Hessischen Landesregierung mit dem Bund der Vertriebenen. Ich danke Herrn Staatssekretär Dr. Kriszeleit, dass das Hessische Integrationsministerium zusammen mit den Integrationsministern der Bundesländer im Dezember in einer Konferenz beschlossen und die Bundesregierung dazu aufgefordert hat, die Anerkennungsverfahren von Berufsqualifikationen und Bildungsabschlüssen auch bei Spätaussiedlern zu vereinheitlichen und zu beschleunigen. Ich weiß, dass Sie und ihr Haus auch weiterhin an der Seite der Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler stehen“, betonte Frau Ziegler-Raschdorf.

Ein besonders drängendes Problem für Spätaussiedler sei nämlich immer wieder die Anerkennung von im Herkunftsland erworbenen Berufsqualifikationen und Bildungsabschlüssen. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Frau Ministerin Prof. Dr. Maria Böhmer hätte in der letzten Woche in Wiesbaden angekündigt, dass bis Jahresmitte ein Gesetzentwurf vorgelegt werden soll, der die Einrichtung von zentralen Erstanlaufstellen im Bundesgebiet im Sinne von Beratungsstellen vorsieht. „Dies wäre ein Meilenstein für die Integration. Im Hinblick auf die Wertschätzung der Betroffenen und den Fachkräftemangel in unserem Land sehe ich eine Verpflichtung, die Potenziale der Spätaussiedler künftig entschieden besser und stärker zu würdigen und für unsere Gesellschaft zu nutzen“, so die Forderung der Landesbeauftragten.

Ihre erste Aufgabe nach ihrer Amtseinführung vor einem Jahr sei es gewesen, den Kontakt zum Bund der Vertriebenen und den Landsmannschaften der Vertriebenen und Aussiedler in Hessen aufzunehmen und die Vertreter der Organisationen persönlich kennenzulernen. Dies sei bei Gesprächsterminen in ihrem Büro oder vor Ort, bei dem Besuch von Einrichtungen und ebenso im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen geschehen. 

Als Beispiele nannte sie ihre Teilnahme am Sudetendeutschen Tag in Augsburg und beim bundesweiten Tag der Heimat in Berlin, ebenso auf Landesebene die Landesversammlung der Sudetendeutschen Landsmannschaft und die Veranstaltungen beim „Tag der Vertriebenen“ beim Hessentag in Langenselbold. Desweiteren erwähnte sie den landesweiten Tag der Heimat im Biebricher Schloss in Wiesbaden, das Neujahrsgespräch des Ministerpräsidenten in der Staatskanzlei und die Kulturellen Wintertage des BdV in Weilburg. Im Bereich der Spätaussiedler seien die Jubiläen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in Wiesbaden und Fulda ebenso wie die Kulturwoche der Deutschen Jugend aus Russland in Frankfurt, eine Multiplikatorenschulung der Landsmannschaft und die Abschlussfeier des Sonderlehrgangs Hochschulreife in der Fördereinrichtung für junge Zugewanderte in Hasselroth von besonderer Bedeutung gewesen. 

In ihrem Grußwort ging Frau Landesbeauftragte Margarete Ziegler-Raschdorf weiter auf die umfangreiche und ehrenamtlich geleistete Arbeit in den Heimatstuben, Sammlungen, Archiven und kleinen Privatmuseen ein. Sie habe vorgeschlagen, die Heimatstuben und Sammlungen künftig finanziell zu fördern, soweit dies haushaltsrechtlich möglich sei. Was den künftigen Fortbestand der Heimatmuseen angehe, so müsse man sich an dieser Stelle wirklich Gedanken machen. In Hessen sei eine Befragungsaktion durchgeführt worden, um die Einrichtungen zu erfassen und die Absichten der Betreiber zu erkunden.

„Als Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler stehe ich an der Seite der Menschen, denen man die Heimat gewaltsam genommen hat und die heute dafür eintreten, dass ihre Kultur gepflegt und erhalten wird und die einen sichtbaren Beitrag leisten wollen, Vertreibungen von Menschen aus ihrer Heimat in aller Zukunft zu verhindern. Ich danke dem Bund der Vertriebenen in Hessen und den Landsmannschaften für die offene und partnerschaftliche Zusammenarbeit in meinem ersten Jahr. Auch für die Zukunft hoffe ich auf eine gedeihliche gemeinsame Arbeit im Interesse der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler“, so die Landesbeauftragte zum Abschluss ihres Grußwortes.

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