Menschen mit Behinderungen

635.500 Euro vom Land für Lebenshilfe Wetterau

Die Hessische Landesregierung unterstützt den Neubau einer Wohneinrichtung für erwachsene Menschen mit Behinderung in Gedern. Dr. Wolfgang Dippel, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, überbrachte heute persönlich die gute Nachricht und den Bewilligungsbescheid über einen Landeszuschuss in Höhe von 635.000 Euro für das Projekt, dessen Träger die Lebenshilfe Wetterau ist.

„Das Land leistet seinen Beitrag, um dieses Projekt mitten in der Innenstadt von Gedern zu ermöglichen“, erklärte der Staatssekretär. Die zentrale Lage der Wohneinrichtung ermöglicht es, dass zukünftig auch Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung unmittelbar am Leben in der Stadt teilhaben können. Ärztinnen und Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten, Cafés, Restaurants, der Schlosspark, ein barrierefreies Schwimmbad und andere kulturelle Einrichtungen sind in fußläufiger Nähe erreichbar.   „Menschen mit Behinderung können so mitten in ihrem gewohnten Umfeld selbständig leben und arbeiten. Sie wohnen in der Nähe ihres Arbeitsplatzes und nehmen am Leben der Gesellschaft teil.“ Dies entspreche dem Geist der UN-Behindertenrechtskonvention.

In der neuen Wohneinrichtung werden zukünftig für die Bewohnerinnen und Bewohner mit geistiger Behinderung 17 stationäre Wohnplätze, zwei Kurzzeitplätze und zehn Plätze zur Gestaltung des Tages in angegliederten Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.

In dem Haus werden nur Einzelzimmer vorgehalten, nahezu alle Zimmer haben einen eigenen sanitären Bereich. Das Leben und Wohnen wird auf zwei Etagen stattfinden. Das Haus ist barrierefrei und rollstuhlgerecht geplant. Außerdem werden die Räumlichkeiten so gestaltet werden, dass die Bedarfe von Menschen mit Behinderung, die zusätzlich sehbehindert oder blind sind, berücksichtigt werden (z. B.: taktile Orientierungshilfen, spezielles Lichtkonzept). Damit werden in der Wohneinrichtung moderne Wohnstandards für Menschen mit Behinderung umgesetzt.

Der Schutz der Privatsphäre und die Selbstbestimmung über das eigene Zimmer  kann in der Einrichtung gelebt werden. „Auch das ist im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention“, betonte Dr. Dippel.

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