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Gesundheit

Broschüre ‚Sicher im Krankenhaus‘ jetzt für alle Krankenhäuser verfügbar

Thema: 
Gesundheit
08.05.2017Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Die Broschüre "Sicher im Krankenhaus - Ein Ratgeber für Patienten", die im Herbst erstmals vorgestellt und bis Ende 2016 in einem Pilotversuch von drei hessischen Kliniken eingesetzt wurde, ist jetzt für alle Kliniken und Patienten abrufbar.

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Krankenhaus
© upixa / Fotolia.com

„Ich freue mich, dass wir zur Stärkung der Patientensicherheit, die mir ein besonders wichtiges Anliegen ist, die Broschüre jetzt zur Verfügung stellen können, so dass alle Kliniken und Patienten von diesem Ratgeber profitieren. Ich danke allen Partnern für ihr Engagement. Unsere Messlatte ist immer die Verbesserung des Patientenwohls. Diesen Weg der kontinuierlichen Qualitätsverbesserung gilt es fortzusetzen“, erklärte der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner. Die neue Broschüre ist das Ergebnis eines gemeinsamen Projektes des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI), der Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen und dem Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) – in Kooperation mit dem Institut für Patientensicherheit Bonn (IfPS). Die Broschüre richtet sich an Patientinnen und Patienten mit dem Ziel, Krankenhausbehandlungen künftig noch sicherer zu machen. Die Broschüre ist online auf den Internetseiten des Ministeriums, des APS und der TK abrufbar.

„Wir danken dem Hessischen Gesundheitsministerium und der TK Hessen für die Förderung des Projektes" betont Hedi Francois-Kettner, die Vorsitzende des APS. „Wir können die Versorgung sicherer machen, dazu gehört auch die Information der Patientinnen und Patienten". Die Broschüre klärt den Patienten in der Klinik darüber auf, was die Krankenhäuser bereits für die Sicherheit ihrer Patienten tun, aber auch was die Patienten selbst zu ihrer eigenen Sicherheit in der Klinik beitragen können. Sie enthält unter anderem Tipps, wie Verwechslungen und Medikationsfehler rechtzeitig erkannt und somit verhindert werden können. Die Direktorin des Instituts für Patientensicherheit am Universitätsklinikum Bonn Prof. Tanja Manser: „Krankenhäuser wie das Universitätsklinikum Bonn tun viel dafür, die Sicherheit der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten. Gleichzeitig können Patienten und Angehörige als aufmerksame Partner einen Beitrag zur Patientensicherheit leisten."

Überarbeitet und noch nutzerfreundlicher gestaltet

Die Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden, das Ketteler Krankenhaus Offenbach sowie das Klinikum Fulda hatten die Broschüre zunächst in mehreren Abteilungen getestet. Aufgrund der Rückmeldungen von Personal und Patienten wurde die Broschüre überarbeitet und für die Patienten noch nutzerfreundlicher gestaltet. Sie ist nun auch für andere Kliniken voll einsetzbar. Auf den Websites von APS, TK und HMSI ist das Handbuch als PDF kostenlos verfügbar. Kliniken erhalten auf Anfrage vom APS die Druckdaten der Broschüre, um sie selbst zu drucken und ihren Patienten bereitzustellen.

Durch das Handbuch wird auch deutlich, dass die Patienten mit beeinflussen können, was mit ihnen im Krankenhaus geschieht. Sie werden animiert, ihre Behandlung mit offenen Augen und Ohren zu verfolgen, Fragen zu stellen und zu artikulieren, wenn ihnen etwas seltsam erscheint. Das stärkt über Sicherheitsfragen hinaus die Patientenkompetenz. Sich mit dem Arzt auf Augenhöhe auszutauschen, entspricht auch dem Wunsch der Patienten: Eine Forsa-Umfrage, die 2015 im Auftrag der TK durchgeführt wurde, hat ergeben, dass sich auch in Hessen jeder Zweite wünscht, von Ärzten mehr in die Entscheidungen zur eigenen Behandlung miteinbezogen zu werden. „Ausführliche Gespräche über Untersuchungsergebnisse, Diagnosen und Behandlungsmöglichkeiten können Patienten nur führen, wenn sie in der Lage sind, Gesundheitsinformationen einzuordnen und sich trauen, gegenüber Ärzten und Pflegekräften Fragen zu stellen oder auch mal Kritik zu äußern. Die Broschüre 'Sicher im Krankenhaus' ist ein geeignetes Mittel, diese Patientenkompetenz weiter zu stärken", sagt Dr. Barbara Voß, Leiterin der TK-Landesvertretung Hessen.

Was man in der Klinik besonders beachten sollte

In der Broschüre erfahren die Patienten, auf was sie in der Klinik besonders achten sollten – zum Beispiel darauf, ob sie ausreichend über die Diagnose und die bevorstehende Therapie informiert wurden oder sich das Krankenhaus-Personal vor der Behandlung die Hände desinfiziert hat. Mit dem Leitfaden soll auch die Kommunikation zwischen Klinikmitarbeitern und Patienten gefördert werden. 

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecherin: 
Alice Engel
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
+49 611 3219 3408
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