Inklusion

Förderung der Beratungs- und Koordinierungsstelle Inklusion

Thema: 
Soziales
12.12.2018Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

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Arbeiter im Rollstuhl in einer Werkstatt
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Wiesbaden. Das Land Hessen fördert von November 2018 bis Dezember 2019 den Aufbau und die Etablierung einer landesweiten Beratungs- und Koordinierungsstelle Inklusion, kurz Inklu-Beratung Hessen (IBH), durch die Vereine Gemeinsam leben Hessen e. V. und Netzwerk Inklusion Deutschland e. V. in Höhe von rund 160.000 Euro. Ziel des Projektes ist es, Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige über ihre Rechte und Ansprüche rund um Inklusion und Teilhabe zu informieren. So können sich etwa Eltern, die für die Beschulung ihrer Kinder oder andere Fragestellungen Rat suchen, an die Beratungsstelle wenden. Auch interessierten Lehrkräften, Fachkräften aus der Erziehungsarbeit und Sozialarbeit sowie Beschäftigten von Ämtern und Behörden steht die Stelle offen. So soll das Recht auf den Zugang zu bestmöglicher Bildung gestärkt und die volle aktive Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen gefördert werden. Sitz der Stelle ist in Frankfurt am Main, sie wird aber hessenweit für alle Ratsuchenden erreichbar sein.

Bewusstsein für gesellschaftliche Integration von Behinderten schaffen

„Ziel der Hessischen Landesregierung ist es, dass Menschen mit Behinderungen ihre Lebenswirklichkeit und Selbstständigkeit nutzen können und dieses Anliegen zu fördern. Dazu ist es wichtig, die gesellschaftliche Integration voranzubringen und in der Gesellschaft mehr Bewusstsein zu schaffen. Ich freue mich sehr, dass die geförderte landesweite Beratungs- und Koordinierungsstelle dieses Angebot zur Verfügung stellt,“ betonte Sozialminister Stefan Grüttner. Der Bevollmächtigte der Landesregierung für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Kai Klose, fügte an: „Antidiskriminierungsarbeit ist Menschenrechtsarbeit. Inklusion ist ein wichtiger Teil hiervon und als Menschenrecht unmittelbar verknüpft mit Rechten wie der freien Entfaltung der Persönlichkeit, Gleichheit und Solidarität. Die Vereine Gemeinsam leben Hessen e.V. und Netzwerk Inklusion Deutschland e.V. setzten sich bereits seit vielen Jahren hierfür ein und leisten vorbildliche Arbeit. Ich bin mir sicher, dass die landesweite Koordinierungs- und Beratungsstelle Inklusion ein weiterer wichtiger Baustein für die Erreichung voller, aktiver und gleichberechtigter Teilhabe aller Menschen in Hessen sein wird.“

Vernetzung bestehender Beratungsangebote

Neben der Beratung und Unterstützung von Ratsuchenden und deren Angehörigen wird die Stelle das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Vorteile und Möglichkeiten von Inklusion stärken sowie den Ausbau eines landesweiten Inklusions-Netzwerks zur Gewinnung von Synergieeffekten vorantreiben. So werden etwa bestehende Beratungsangebote der Elterninitiativen in Hessen vernetzt und bei der Errichtung weiterer lokaler Beratungsinitiativen in den Regionen unterstützt.

Abschließend sagten Alexandra Cremer vom Netzwerk Inklusion Deutschland e.V. und Dr. Dorothea Terpitz vom Verein Gemeinsam leben Hessen e.V.: „Wir freuen uns sehr über die neue gemeinsame Inklusive Beratungsstelle Hessen. Für die Beratung konnten wir Frauke Ackfeld vom Netzwerk Inklusion Frankfurt gewinnen, die als Mutter und Schwester selbst Angehörige mit Behinderung betreut und daher bereits viel Erfahrung bei der Umsetzung selbstbestimmter Teilhabe hat. Sie berät in allen Feldern des täglichen Lebens von der Beantragung des Schwerbehindertenausweises über Fragen zur schulischen und beruflichen Inklusion bis hin zu Möglichkeiten des inklusiven Wohnens oder gemeinsamer Freizeitangebote.“

Hintergrundinformationen

Gemeinsam leben Hessen e.V. ist eine landesweite Elterninitiative und Interessenvertretung. Eltern von Kindern mit Behinderungen setzen sich für die selbstbestimmte Teilhabe ihrer Kinder ein. Arbeitsschwerpunkt des Vereins ist die Altersspanne von der Frühförderung bis zum Übergang Schule – Beruf. Der Verein Netzwerk Inklusion Deutschland e.V. wurde gegründet, um den Vernetzungsgedanken im Inklusionsbereich zu stärken und Projekte zu initiieren, die zu mehr Inklusion führen können – in Schule, Beruf, Freizeit, Wohnen etc.

Ratsuchende, Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörige, können sich an folgende Adresse wenden:

Inklu-Beratung Hessen (IBH)
Weberstraße 7
60318 Frankfurt am Main
Tel: 069 15 32 55 69
E-Mail: beratung@inklusion-hessen.de
www.inklusion-hessen.de

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecherin: 
Alice Engel
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
+49 611 3219 3408
+49 611 32719 4666
presse@hsm.hessen.de
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