Anteilnahme

Gedenken an die Opfer von Orlando

Thema: 
Antidiskriminierung
12.06.2020Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

US-Generalkonsulin Patricia Lacina und Sozial- und Integrationsminister Kai Klose: „Hass, Ausgrenzung und Gewalt dürfen bei uns keine Chance haben.“

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Homosexualität
© fotolia/EdNurg

Heute jährt sich der Anschlag von Orlando (Florida/USA) zum vierten Mal: Am 12. Juni 2016 wurden im Nachtclub „Pulse“ 49 Menschen getötet und 53 verletzt. Dieser Anschlag ist eines der erschreckendsten Massaker eines bewaffneten Einzeltäters in der US-amerikanischen Geschichte. Weil im „Pulse“ vor allem Lesben, Schwule, Bisexuelle und transgeschlechtliche Personen (englisch: LGBT für Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender) zu Gast waren, ist das Verbrechen als gezielter Angriff auf Minderheiten zu bewerten. „Das Hassverbrechen von Orlando richtete sich gegen die Menschlichkeit und gegen uns alle. Menschen mussten sterben, weil sie liebten, wie sie liebten und weil sie waren, wer sie waren“ so der Hessische Minister für Soziales und Integration, Kai Klose.

Veränderung bewirken

US-Generalkonsulin Patricia Lacina: „Aktuell schließen sich Menschen auf der ganzen Welt aus Protest zusammen. Diesmal gegen die Ermordung von George Floyd und fordern deutliche Maßnahmen, um systembedingte Ungleichheiten zu beseitigen. Beide Beispiele zeigen Menschen, die sich friedlich versammeln, um gegen Ungerechtigkeit zu protestieren, Rechenschaft zu fordern und Veränderungen zu bewirken. Und das werden wir weiterhin tun.“

Attentate auf die Menschlichkeit

Vor diesem Hintergrund schmerzt das Gedenken an Orlando und viele andere Attentate auf die Menschlichkeit, auf Freiheit, Toleranz und Respekt besonders. „Wir haben ein Versprechen gegeben. Es lautet: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Die Würde JEDES Menschen ist unantastbar. Egal, wie er oder sie aussieht. Egal, woran er oder sie glaubt oder nicht glaubt. Egal, was uns unterscheidet. Das ist eines der höchsten Versprechen, auf dem unsere Gesellschaft gründet“, betont Kai Klose.

Er fordert alle dazu auf, sich stark zu machen gegen Diskriminierung und Gewalt. Jeden Tag und überall. „Hass, Ausgrenzung und Gewalt dürfen bei uns keine Chance haben. Wir wollen positive und nachhaltige Zeichen der Akzeptanz aussenden und so das Miteinander in Hessen prägen“, unterstreicht der Minister.

Abschließend formuliert die US-Generalkonsulin: „Obwohl diese Herausforderungen schwer zu bewältigen sind, werden wir alle gemeinsam aus diesen Debatten, die von unseren Bürgerinnen und Bürgern mit ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung, Pressefreiheit und Rechtsstaatlichkeit geführt werden, gestärkt hervorkommen.“

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