Kita öffnet sich in den Sozialraum

Inklusion in der Frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung in Hessen

Wiesbaden. Mit dem Ziel, Kindertageseinrichtungen und Kommunen bei der Entwicklung eines inklusiven Handlungskonzeptes für den Bereich der frühkindlichen Bildung zu unterstützen, hat das Hessische Ministerium für Soziales und Integration gemeinsam mit der Deutschen Kinder-und Jugendstiftung (DKJS) das Modellprojekt „Inklusion in der Frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung in Hessen – Kita öffnet sich in den Sozialraum“ ausgeschrieben. „Angesichts der großen Vielfalt in den Kindertageseinrichtungen stehen diese oft vor der großen Herausforderung, sicherzustellen, dass tatsächlich alle Kinder Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung erhalten und ihre individuellen Potenziale entfalten können“, erklärte der Hessische Familienminister Stefan Grüttner. „Um dies sicherzustellen“, so der Minister weiter, „bedarf es eines ganzheitlichen Ansatzes und einer inklusiven Pädagogik. Dafür brauchen die Kindertageseinrichtungen Unterstützung und viele Partner. Inklusion ist ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag“, betonte Grüttner. Das Modellprojekt knüpft daher auch an bereits bestehende Initiativen, Netzwerke und begonnene Prozesse an, die die Entwicklung einer inklusiven Pädagogik vor Ort im Fokus haben. gerecht

Der Schwerpunkt des Projektes liegt auf der inklusiven Bildung in der Kindertagesstätte und der zeitlich befristeten Begleitung von regionalen Netzwerken. Hierbei wird ein erweiterter Inklusionsbegriff zugrunde gelegt, der die Wertschätzung der Verschiedenheit von Mädchen und Jungen, von Kindern mit unterschiedlichen Befähigungen und Behinderungen sowie unterschiedlicher kultureller und sozialer Herkunft in den Mittelpunkt stellt.

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung ist für die Umsetzung dieses Vorhabens verantwortlich. „Faire Bildungschancen für alle Kinder zu erreichen ist uns ein zentrales Anliegen. In unseren Programmen nehmen wir die Vielfalt der Kinder und ihrer Familien in den Blick. Die Zusammenarbeit im Netzwerk ist im Projekt Inklusion in der Frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung in Hessen für Kindertagesstätten von zentraler Bedeutung“, sagt Julia Schneider, Leiterin der Regionalstelle Rheinland-Pfalz der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.

Die DKJS wird ab September 2015 zwei Jahre lang an zehn Standorten in Hessen Kindertageeinrichtungen (träger- und ortsübergreifend), gemeinsam mit ihren (entstehenden) kommunalen Netzwerken (z.B. Jugendamt, Fachberatung, Frühförderstellen, heilpädagogische Fachberatung, Träger- und Kommunalvertreter, Grundschulen, Förderschulen, Kindertagespflegepersonen, Eltern) dabei unterstützen, Ideen, Konzepte und Strategien inklusiver Pädagogik zu entwickeln und den Prozess begleiten. Das Land stellt sicher, dass sich die Kitas mit ihrem Netzwerk zu relevanten Themen der inklusiven Pädagogik (z.B. sprachliche Bildung und Förderung, Umgang mit Diversität und Vielfalt; individualisiertes Lernen) qualifizieren und ihre pädagogische Arbeit sowie ihre Haltung reflektieren. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Öffnung der beteiligten Kitas in den Sozialraum.

Interessierte Kitas und ihre Netzwerke können sich bis 18. September 2015 bei der DKJS bewerben. Ein Bewerbungsformular kann per Mail bei Frau Malayil bei der DKJS angefordert werden (melz.malayil@dkjs.de).

Kontakt: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Regionalstelle Rheinland-Pfalz Julia Schneider Regionalstellenleitung Paulinstrasse 61 54292 Trier Tel.: (0651) 145 33 68 – 52 Fax: (0651) 145 33 68 – 21 E-Mail: julia.schneider@dkjs.de

 

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