Tag gegen Rassismus

Jo Dreiseitel: Rassismus ist menschenfeindlich

Frankfurt. „Der Internationale Tag gegen Rassismus mahnt uns auch in diesem Jahr, in den gesellschaftlichen Anstrengungen gegen Rassismus und Antisemitismus nicht nachzulassen. Dieser Tag steht symbolisch für eine tolerante Gesellschaft, die von Vielfalt und Offenheit geprägt ist. Diese Vielfalt ist ein Gewinn für unser Land, sie bringt aber auch Herausforderungen mit sich, auf die wir Antworten geben müssen und das möchte ich engagiert anpacken für Hessen“, betonte Jo Dreiseitel, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und Bevollmächtigter für Integration und Antidiskriminierung.

Seit 1966 ist der 21. März der Tag der Vereinten Nationen gegen Rassismus. Aus diesem Anlass besuchte Dreiseitel die Moschee „Verein der Guten Sitten“ in Frankfurt und nahm am Freitagsgebet teil. Danach hatte der Staatssekretär die Gelegenheit, zu den Gläubigen aus Anlass des UN-Tages gegen Rassismus zu sprechen.

Jo Dreiseitel betonte in seinen Ausführungen, dass eine offene Gesellschaft eine Willkommenskultur gegenüber Zuwanderinnen und Zuwanderern entwickeln müsse. Ganz aktuell habe die Hessische Landesregierung beschlossen, der bundesweiten Koalition gegen Diskriminierung beizutreten und die offizielle Unterzeichnung solle Ende März erfolgen. Dreiseitel nannte dies einen „weiteren Baustein, Chancengleichheit und Anerkennung von Vielfalt in unserem Bundesland zu fördern.“ Migration sei in Hessen längst eine Realität und mittlerweile eine Normalität, wie die Statistik belege: Rund ein Viertel der hessischen Bevölkerung habe heute einen Migrationshintergrund. Daraus resultierten aber auch Herausforderungen, denen sich alle gemeinsam stellen müssten. „ Die Politik stellt die Weichen und Rahmenbedingungen. Aber Integration findet  im alltäglichen Miteinander statt und hier sind wir alle gefordert“, so Dreiseitel. Auch auf die aktuelle Debatte um die Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien ging der Staatssekretär ein. „Es darf kein gesellschaftliches Klima entstehen, das unberechtigte Ängste gegen Zuwanderung schürt und den Boden für Rassismus und Diskriminierung bereitet. Der Schutz der Bürgerinnen und Bürger und die Sicherung der Grundrechte unserer Demokratie sind oberstes Gebot. Extremismus, Rassismus und Antisemitismus dürfen in Hessen keinen Platz finden. Es braucht hierzu ein starkes zivilgesellschaftliches Bewusstsein, Engagement und staatliches Handeln. Wir arbeiten ebenso daran, dass Flüchtlinge und Asylsuchende in unserem Land willkommen und geachtet sind wie alle anderen Menschen auch.“

Die Hessische Landesregierung will laut Staatssekretär Dreiseitel die Willkommens- und Anerkennungskultur in Hessen nachhaltig stärken. „Diskriminierung und Rassismus werden wir entschieden entgegentreten und die Anstrengungen der Landesregierung in einer Antidiskriminierungsstrategie bündeln. Dafür wird eine Anlaufstelle eingerichtet, die sich für jede Art der Diskriminierung und um unbürokratische und schnelle Hilfe für betroffene Personen kümmern soll. Das bezieht Diskriminierung auch aus religiösen Gründen natürlich mit ein“, so der Staatssekretär und Bevollmächtigte abschließend.

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