Integrationspolitik

Kurzfilme zur Integrationslotsenarbeit vorgestellt

Integrationsminister Stefan Grüttner: „Hessen weitet Förderprogramm zur Qualifizierung von Integrationslotsen aus – Integrationslotsen sind Brückenbauer im Integrationsprozess“

Wiesbaden. Die ehrenamtliche Integrationslotsenarbeit ist ein wesentlicher Schwerpunkt der Integrationspolitik in Hessen. Um dieses wichtige Engagement darzustellen und zu stärken, hat das Hessische Ministerium für Soziales und Integration  drei Kurzfilme zur Information über die Integrationslotsenarbeit in Hessen erstellen lassen. „Integrationslotsen übernehmen eine Brückenfunktion und geben vielen Menschen Hilfestellungen bei der Integration“, erklärte Sozialminister Stefan Grüttner heute anlässlich der Vorstellung der Filme. Im Rahmen des Landesprogramms „WIR“ fördert die hessische Landesregierung die  Qualifizierung und den verantwortungsvollen Einsatz von ehrenamtlich tätigen Integrationslotsinnen und –lotsen in Städten und Kreisen. „Hessen investiert erheblich in die Integration und hat daher das Landesprogramm „WIR“ in 2017 auf knapp 9 Millionen Euro deutlich aufgestockt. Mit diesen Mitteln werden vielseitige Integrationsmaßnahmen in ganz Hessen gefördert“, so der Minister.

 

Der hessische Integrationslotsenansatz ist explizit auf eine partnerschaftliche Kooperation auf „Augenhöhe“ ausgerichtet

Die Hessische Landesregierung hat die etablierte Förderung ehrenamtlicher Integrationslotsinnen und -lotsen ab 2017 auf die Arbeit mit Geflüchteten ausgeweitet. „So können mit dem Landesprogramm WIR nunmehr alle in den Kommunen und Kreisen lebenden Menschen erreicht werden. Damit können wir vor allem auch den weiteren Herausforderungen rund um die Themen Flucht und Integration nachhaltig begegnen“, unterstrich Jo Dreiseitel, Staatssekretär und Bevollmächtigter für Integration und Antidiskriminierung. Der hessische Integrationslotsenansatz ist explizit auf eine partnerschaftliche Kooperation auf „Augenhöhe“ zwischen Integrationslotsen und (neu) Zugewanderten ausgerichtet. Die Einsatzfelder der Integrationslotsinnen und Integrationslotsen sind sehr unterschiedlich und vielfältig: sie begleiten Zugewanderte zu Arztterminen, zur Ausländerbehörde, zu Elternabenden und ähnlichem oder unterstützen sie bei Behördengängen oder Antragstellungen. Mit ihrer Hilfe werden gesellschaftliche Strukturen und Regeln im nachbarschaftlichen Zusammenleben vermittelt. Sie helfen vor Ort, Zugangshürden abzubauen und bewirken auf der anderen Seite interkulturelle Öffnungsprozesse von Institutionen, Ämtern und Vereinen.  Die landesgeförderte „Ausbildung“ der Integrationslotsinnen und -lotsen wird von kommunalen, kirchlichen und gemeinnützigen Projektträgern nach den Bedarfen vor Ort geplant, organisiert und durchgeführt. Themen der Qualifizierung sind zum Beispiel Erwartungen, Anforderungen und Rahmenbedingungen, Rollenverständnis und Auftrag, Möglichkeiten und Grenzen des Ehrenamtes, Datenschutz, Bedeutung kultursensibler Hilfe zur Selbsthilfe, interkulturelle und soziale Kompetenzen, (interkulturelle) Kommunikation, Gesprächsführung, Umgang mit Konflikten, Nähe und Distanz, Vernetzungsarbeit und -partner, Einrichtungen und ihre Aufgaben vor Ort, Basiskenntnisse in Rechtsgrundlagen (z. B. Zuwanderungsrecht, Ausländer- und Asylrecht), Input zum Einsatzfeld. Dadurch wird den Ehrenamtlichen das nötige „Rüstzeug“ für ihren ehrenamtlichen Einsatz mitgegeben.

Neben den Kurzfilmen zur Integrationslotsenarbeit wurden inzwischen auch die „Ergebnisse der Bestandsaufnahme, Analyse und Empfehlungen für Qualifizierungen und Schulungen ehrenamtlicher Integrationslotsinnen und –lotsen zur Förderung einer Willkommens- und Anerkennungskultur in Hessen“, die INBAS-Sozialforschung GmbH Frankfurt am Main im Auftrag des Landes durchgeführt hat, publiziert. Diese sollen vor allem den qualitativen Aufbau und die Weiterentwicklung der Integrationslotsenarbeit in Hessen unterstützen.  Die drei Kurzfilme „Eine Integrationslotsin stellt ihre ehrenamtliche Arbeit vor“, „Einsatz und Fortbildung der ehrenamtlichen Integrationslotsen aus kommunaler Sicht“ und „Landespolitik stärkt Integrationslotsenansatz“ sowie die Bestandsaufnahme stehen in der Marginalspalte zur Verfügung. Auch kann die Kurzfilm-DVD über den Integrationskompass bestellt werden.

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