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Bundeskulturtagung

Patenschaft des Landes Hessen über Landsmannschaft Weichsel-Warthe

Staatssekretär Dr. W. Dippel Festredner beim 25-jährigen Patenschafts-Jubiläum, Landesbeauftragte Ziegler-Raschdorf bekräftigt Verbundenheit des Landes

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Patenschaft des Landes Hessen über Landsmannschaft Weichsel-Warthe am 13.06.2015
Bei der Verleihung des Wappentellers der LWW: Bundessprecher der LWW Dr. Martin Sprungala; Landesbeauftragte Margarete Ziegler-Raschdorf; stellv. Bundessprecherin Dr. Ursula Mechler; stellv. Sprecher Götz Urban; (v. links).
© LWW

Langenselbold. Die dreitägige Bundeskulturtagung der Landsmannschaft Weichsel-Warthe (LWW) in Langenselbold stand in diesem Jahr unter dem Leitwort „25 Jahre Patenschaft des Landes Hessen über die Landsmannschaft Weichsel-Warthe“. Bundessprecher Dr. Martin Sprungala gab vor rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern seiner Freude darüber Ausdruck, als Festredner zum Patenschafts-Jubiläum den Hessischen Staatssekretär für Soziales und Integration Herrn Dr. Wolfgang Dippel ebenso wie die Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler Margarete Ziegler-Raschdorf begrüßen zu können.

Die Tagung stellte die Patenschaftsbeziehung des Landes Hessen über die Landsmannschaft  in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung und auf die Darstellung der Beziehungen, die es zwischen den verschiedenen Landesteilen Hessens und den Deutschen aus dem Gebiet des Vorkriegspolens gab und weiterhin gibt-  aus dem Posener Land, aus Mittelpolen und den heute in der Ukraine liegenden Gebieten der beiden Umsiedlergruppen der Wolhynien- und Galiziendeutschen.

Staatssekretär Dr. Dippel  überbrachte die besten Grüße und Glückwünsche der Landesregierung und versprach dem Bundesverband die weitere ideelle und materielle Unterstützung: „Die seit 25 Jahren gepflegte Patenschaft über die Landsmannschaft Weichsel-Warthe sind wie auch die beiden weiteren Patenschaften des Landes Hessen zu einzelnen Vertriebenenverbänden und Landsmannschaften Ausdruck der gelebten Solidarität mit den Flüchtlingen und Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten“. In seiner Festansprache erinnerte der Staatssekretär daran, dass erst nach 40 Jahren ihres Bestehens die LWW mit dem Land Hessen einen Paten gefunden habe. Es habe mehrerer Anläufe bedurft, ehe am 11. Mai 1990 vom damaligen Ministerpräsidenten Walter Wallmann im Biebricher Schloss feierlich die Patenschaft begründet wurde. Damit erfuhr die LWW eine starke Unterstützung, verlegte ihre Bundesgeschäftsstelle von Hannover nach Wiesbaden und veranstaltet seither auch ihre Bundeskulturtagungen in Hessen.

Im Folgenden stellte Dr. Dippel die Entwicklung der Patenschaftsbeziehung  und der Zusammenarbeit der LWW mit dem Patenland dar und gab einen Überblick über die Geschichte der Deutschen in Polen, deren Spuren dort seit 1000 Jahren nachweisbar seien. Die kulturellen Spuren der Deutschen haben ihren Niederschlag in Sprache, Architektur und Literatur in Polen gefunden, bevor die Politik der Nationalsozialisten dieser langen Geschichte ein bitteres Ende bereitete.

„Die Patenschaft unseres Landes ist ein Garant der Verantwortlichkeit für die Landsmannschaft. Wir stehen zu dieser Patenschaft und wollen sie auch künftig mit Leben erfüllen“ versicherte Staatssekretär Dr. Dippel zum Ende seiner Festrede.

Auch die Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler Margarete Ziegler-Raschdorf  überbrachte Im Laufe der Veranstaltung ihre herzlichsten Grüße und drückte ihre Verbundenheit zur LWW aus. Sie erinnerte an die regelmäßige ideelle und materielle Unterstützung, die die LWW durch das Land Hessen erfahre, weil man die Arbeit der LWW für wertvoll und wichtig erachte. „Die hervorragende und intensive Arbeit der LWW ist vorbildlich. Ich freue mich über das in den Jahrzehnten gewachsene Vertrauen und danke für die verlässliche Zusammenarbeit“, betonte sie.

Das Land Hessen stehe an der Seite der Heimatvertriebenen, versicherte die Landesbeauftragte.  Dies werde durch den gerade auf dem Hessentag in Hofgeismar zum dritten Mal vergebenen Landespreis „Flucht, Vertreibung, Eingliederung“ ebenso sichtbar wie mit dem jährlichen Neujahrsgespräch des Ministerpräsidenten Volker Bouffier in der Staatskanzlei.  Ein wichtiges Bekenntnis zum bitteren Schicksal der Heimatvertriebenen sei der neue „Hessische Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation“ jährlich im September. Er sei neben dem in diesem Jahr erstmals begangenen Bundesgedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag, ein besonderes Zeichen der Erinnerung, der Verbundenheit und Solidarität. Ziegler-Raschdorf schloss ihr Grußwort mit der Ankündigung: „Das Patenland Hessen wird seine drei Patenschaften über die LWW, die Deutsch-Baltische Gesellschaft und die Landsmannschaft der Wolgadeutschen am 2. Hessischen Gedenktag und Tag der Heimat am 13. September in Schloss Biebrich in gebührender Weise mit einem Festakt würdigen.“

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