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Notfallversorgung

Voraus-Helfer tragen zur schnellen Erstversorgung im Rheingau-Taunus bei und unterstützen den Rettungsdienst

23.07.2013Hessisches Sozialministerium

Rheingau-Taunus. Der Einsatz von Voraus-Helfern hat nach Ansicht von Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, die Notfallversorgung im Rheingau-Taunus noch effektiver gemacht. „Die ehrenamtlichen Voraus-Helfer überbrücken im Notfall die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes mit Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die mittlerweile 7 Systeme im Kreisgebiet ergänzen den Rettungsdienst und haben sich zu einem wertvollen Bestandteil einer leistungsfähigen Rettungskette entwickelt, was den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt“, zog die Staatssekretärin eine positive Zwischenbilanz.

Auf diese Weise werde die Zeit zwischen dem Eintreten des Notfalls und der ersten medizinischen Versorgung – das sogenannte „therapiefreie Intervall“ - verkürzt. Gerade in ländlichen Regionen wie dem Rheingau-Taunus sei die Unterstützung durch Laienhelfer aus den Feuerwehren und Hilfsorganisationen sinnvoll. „Denn die erfolgreiche Erstversorgung von Notfallpatienten ist von kurzen Einsatzzeiten abhängig“, so Petra Müller-Klepper. Wegen der längeren Anfahrtzeiten stoße der Rettungsdienst bzw. die notärztliche Versorgung auf dem Land hinsichtlich der Eintreffzeiten schnell an die Grenzen.

Von besonderer Bedeutung sei die Unterstützung durch Voraushelfer bei einem plötzlichen Herzstillstand, der die häufigste Todesursache im Rettungsdienst darstelle. „2012 sind die Voraushelfer vor Ort im Kreis 57 Einsätze gefahren. In drei Fällen war eine Reanimation erforderlich. Im Durchschnitt trafen die Voraus-Helfer 3,5 Minuten nach der Alarmierung am Notfallort ein, um Hilfe zu leisten, die Leben retten kann“, erläuterte die Staatssekretärin. Bei einem lebensbedrohlichen Notfall zähle jede Minute. Landesweit liege die durchschnittliche Eintreffzeit bei 4,6 Minuten.

Generell gelte, je schneller qualifizierte Maßnahmen durchgeführt werden, desto günstiger sei der Heilungsverlauf und umso kürzer sei die nachfolgend notwendige Behandlungszeit. Deshalb sei der Aufbau weiterer Systeme im Kreisgebiet wünschenswert. Derzeit gibt es 57 Voraushelfer an den Standorten Espenschied, Wollmerschied, Niederwalluf, Bechtheim, Panrod, Strinz-Trinitatis und Reichenbach. Die Systeme werden von den örtlichen Feuerwehren betrieben, in Espenschied vom Deutschen Roten Kreuz.

Die Staatssekretärin dankte den ehrenamtlichen Helfern im Rheingau-Taunus, die bei Bedarf rund um die Uhr über Funkmeldeempfänger alarmiert werden können und deren Einsatz kostenfrei ist, für ihr Engagement. Hessenweit seien in den vergangenen Jahren 128 Voraus-Helfer-Systeme in 16 Landkreisen aufgebaut worden. Es sei erfreulich, dass der Rheingau-Taunus zu den 16 Landkreisen gehöre, wo dieses vom Sozialministerium empfohlene und unterstützte Instrument genutzt werde.

Der Rettungsdienst in Hessen sei ein hoch qualifiziertes und wirtschaftliches Hilfeleistungssystem, das Tag und Nacht die Notfallversorgung und den Krankentransport für die Bürgerinnen und Bürger sicherstelle. In Hessen gilt die 10-Minuten-Hilfsfrist, nach der ein geeignetes Rettungsmittel jeden an einer Straße gelegenen Notfallort in der Regel innerhalb von 10 Minuten erreichen muss. „Mit dieser gesetzlichen Vorgabe liegt Hessen im Ländervergleich ganz vorne“, so Petra Müller-Klepper.

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