Behinderung und Migration

Behinderung und Migration in Hessen

Die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, Rika Esser, setzt gemeinsam mit den Kooperationspartnern im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und der Universität Kassel das Projekt „Verbesserung der Teilhabe von Menschen an der Schnittstelle von Migration und Behinderung in Hessen (MiBeH)“ fort. Aufgrund der Fülle der erhobenen Daten erfolgte eine erneute Beschäftigung einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin an der Universität Kassel über die Mittel aus dem Integrationsfonds bis 2022.

„Das Projekt stellt die erste umfängliche Studie dieser Art dar und betritt in vielen Bereichen inhaltliches und methodisches Neuland,“ so Frau Prof. Dr. Westphal, die die wissenschaftliche Leitung innehat. Sie ist Professorin für Sozialisation mit dem Schwerpunkt Migration und interkulturelle Bildung an der Universität Kassel.

Der erste Zwischenbericht wurde bereits 2019 veröffentlicht.

Basierend auf den Ergebnissen des Forschungsprojekts wurde ein Wegweiser für Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund entwickelt: oft ist das zergliederte deutsche Rehabilitations- und Unterstützungssystem schon für Insider schwer zu durchblicken. Für viele Menschen mit Migrationshintergrund stellt es eine noch größere Hürde dar. Der Wegweiser greift diese Problematik auf und verweist bei Fragestellungen in verschiedenen Lebensbereichen auf das Beratungsangebot der seit einigen Jahren etablierten Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatungsstellen (EUTBs). Die Zwischenergebnisse der Studie und der Wegweiser wurden in einer Online-Veranstaltung im Herbst 2020 vorgestellt.

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