Landespreis

Hessischer Preis „Flucht, Vertreibung, Eingliederung“

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Landkarte von Deutschland mit Grenzen der Bundesländer, Hessen hervorgehoben mit einer Fahne mit dem Schriftzug „Hessen“
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Aus Anlass des 60. Jahrestages der Verkündung der „Charta der deutschen Heimatvertriebenen" am 5. August 1950 beschloss die Hessische Landesregierung erstmals im Jahr 2011 den Hessischen Preis "Flucht, Vertreibung, Eingliederung" auszuschreiben.

Fast ein Drittel aller in Hessen lebenden Bürgerinnen und Bürger hat entweder Flucht und Vertreibung selbst erlebt, ist durch das Schicksal der nächsten Angehörigen beroffen oder lebt als Spätaussiedler hier. Diese große gesellschaftliche Gruppierung hat das kulturelle, wirtschaftliche und soziale Leben in Hessen bereichert und beteiligt sich an der kulturellen Weiterentwicklung in Europa. Damit dies nicht aus dem Blickfeld gerät, sollen hervorragende kulturelle, literarische oder wissenschaftliche Leistungen in dem genannten thematischen Zusammenhang gewürdigt werden.

Diese Würdigung soll im Geiste der bereits kurz nach Kriegsende unterzeichneten „Charta der deutschen Heimatvertriebenen“ die darin erklärte Absage an Rache und Vergeltung hervorheben und den Willen der Heimatvertriebenen betonen, am Aufbau Deutschlands und Europas im Geiste der Versöhnung mitzuwirken.

Durch den Preis sollen besonders auch junge Menschen angesprochen und ermuntert werden, sich mit der Geschichte Deutschlands und der Siedlungsgebiete der Deutschen im östlichen Europa zu beschäftigen.

Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen. Die Preisverleihung 2017 findet im Rahmen des Hessentages in Rüsselsheim statt.

Bewerbungsschluss ist der 31. März 2017.