Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales

Umgestaltung des Spielplatzes am Mühlgrundpark in Kelkheim

Sozialstaatssekretärin Manuela Strube hat der Stadt Kelkheim am Mittwoch im Rahmen der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) einen Bescheid über rund 224.000 Euro für die inklusive Umgestaltung des Spielplatzes am Mühlgrundpark übergeben. Die Summe deckt etwa 80 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben für die Baumaßnahmen ab, deren Kosten sich auf insgesamt knapp 280.000 Euro belaufen. Bürgermeister Albrecht Kündiger nahm den Förderbescheid für die Kommune im Main-Taunus-Kreis entgegen.

„Ich freue mich, dass wir als Landesregierung dazu beitragen können, dass auch für die Kleinsten Barrieren beseitigt und ein Spielplatz wie hier in Kelkheim für alle Kinder nutzbar wird. Barrierefreiheit ermöglicht gleichberechtigte Teilhabe, die wir auch als zentrales Anliegen in unserem Koalitionsvertrag verankert haben“, sagte Staatssekretärin Strube. 

Geplante Maßnahmen

Der Spielplatz am Mühlgrundpark soll barrierefrei umgestaltet und zu einer inklusiven Spielstätte umgebaut werden. An das Gelände grenzt eine Kita, die den Platz regelmäßig nutzt. Geplant hat die Stadt die Umgestaltung gemeinsam mit einer Elterninitiative von Kindern und Jugendlichen mit Einschränkung. Vorgesehen ist etwa, die Wege mit barrierefreiem Bodenbelag zu versehen und u.a. eine Seilbahn mit Rampenaufgang, eine Schaukel mit inklusivem Korbsitz, ein inklusives Karussell und ein experimentelles Sandspiel mit unterfahrbarer Sandtheke und befahrbarer Inklusionsmatte in den Sandkasten zu installieren.

„Dank der Fördergelder des Landes Hessen ist es möglich, im Mühlgrundpark einen inklusiven Spielplatz zu errichten. Dieses Projekt trägt wesentlich dazu bei, Teilhabe zu fördern und den Park als attraktiven, barrierefreien Begegnungsort weiterzuentwickeln. Mein zusätzlicher Dank geht an die engagierten Bürgerinnen die das Projekt initiiert haben. Kelkheimer Mütter von Kindern mit Beeinträchtigung die zum Teil auf den Rollstuhl angewiesen sind, haben mit Unterstützung des Inklusionsbeirats mit großem Engagement für den Bau des barrierefreien Spielplatzes im Mühlgrundpark gekämpft“, sagte Bürgermeister Albrecht Kündiger mit Blick auf die geplanten Maßnahmen.

„Die UN-BRK ist und bleibt unsere Leitlinie. Ob inklusive Spielplätze, kommunale Gemeinschaftseinrichtungen oder Verwaltungsgebäude – auf Grundlage unserer Förderrichtlinie schaffen wir gemeinsam mit den Kommunen inklusive Strukturen. Gerade vor dem Hintergrund unserer alternden Gesellschaft ist Inklusion ein gesamtgesellschaftliches Thema. Wir haben eine Menge geschafft, aber es bleibt auch noch viel zu tun. Ich lade alle Menschen in Hessen herzlich ein dazu, sich an diesem Prozess zu beteiligen“, so Staatssekretärin Strube abschließend.

Hintergrund UN-BRK:

Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention-BRK) ist seit dem 26. März 2009 für Deutschland gültig. Die Hessische Landesregierung hat den Prozess zur Umsetzung der BRK von Beginn an nachhaltig unterstützt. Die Bildung einer Stabsstelle im Hessischen Sozialministerium, deren Verstetigung als Referat „Vereinte Nationen Behindertenrechtskonvention“ sowie die gemeinsame, durch das Hessische Sozialministerium und das Hessische Kultusministerium eingerichtete staatliche Anlaufstelle nach Art 33 der BRK sind Deutschlandweit wegweisend und tragen in hohem Maße dazu bei, dass die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Hessen erfolgreich gelingt.

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Matthias Schmidt

Matthias Schmidt

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