Mit der Übergabe der Zuwendungsbescheide startet das hessische Kompetenzzentrum für sprachliche Bildung und Förderung in der frühen Kindheit „Kinder.Sprachen.Zukunft“ in seine erste Förderphase. Die Übergabe erfolgt am 11. Februar 2026 in der Handwerkskammer Wiesbaden durch Frau Ministerin Heike Hofmann. Mit dem neuen Kompetenzzentrum stärkt Hessen nachhaltig die sprachliche Bildung von Kindern – von Anfang an.
Die Einrichtung der Koordinierungsstelle wurde bereits im Dezember 2024 im Kabinett beschlossen und im August 2025 im Rahmen einer Regierungserklärung weiter konkretisiert. Ziel ist die Entwicklung eines tragfähigen, praxisgerecht umsetzbaren und wissenschaftlich fundierten Gesamtkonzepts zur Sprachbildung und Sprachförderung in Hessen. Dieses baut auf dem bewährten Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen (BEP) auf und verbindet ihn mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur frühen Sprachentwicklung, Mehrsprachigkeit, Medienbildung und Inklusion.
„Sprachliche Bildung ist der Schlüssel zu Bildungserfolg und gesellschaftlicher Teilhabe. Mit dem Kompetenzzentrum schaffen wir eine starke, landesweite Struktur, die Forschung, Praxis und Bildungspolitik systematisch miteinander verzahnt und so allen Kindern in Hessen zugutekommt“, betont Frau Ministerin.
Das Angebot richtet sich an Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegepersonen, Fachberatungen, Träger sowie Eltern. Ziel ist es, allen Kindern – unabhängig von sprachlicher Herkunft oder individuellen Entwicklungsbedingungen – echte Chancen auf umfassende gesellschaftliche Teilhabe zu eröffnen.
Das Kompetenzzentrum bündelt wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse zu wirksamen Sprachfördermaßnahmen, unter anderem im Bereich digitaler Medien, Mehrsprachigkeit sowie KI-gestützter Beratung. Diese werden adressatengerecht aufbereitet und durch qualitätsgesicherte Fortbildungsangebote, digitale Lernressourcen sowie medienpädagogische Konzeptentwicklung ergänzt.
Kooperative Netzwerke werden strukturell verankert, um den Wissenstransfer landesweit zu sichern und die Praxisanbindung zu ermöglichen. Damit entsteht ein zentraler Knotenpunkt für nachhaltige Professionalisierung und Qualitätsentwicklung im Bereich der sprachlichen Bildung in Hessen.
Träger des Kompetenzzentrums ist ein fachlich hochqualifiziertes Konsortium aus der Arbeitsgruppe Inklusive Pädagogik und dem Zentrum für Informations- und Medientechnologie (ZIM) an der Universität Paderborn unter der Leitung von Prof. Dr. Timm Albers sowie der Qualität in Kitas Online-Akademie GmbH (QiK OnlineAkademie) mit der Geschäftsführerin Marion Lepold.
Prof. Dr. Albers zählt bundesweit zu den führenden Wissenschaftlern im Bereich der sprachlichen Bildung in der frühen Kindheit. Marion Lepold bringt ausgewiesene Expertise in der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung sowie in der digitalen Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte ein und ist bundesweit eng mit Praxis und Trägerlandschaft vernetzt.
Die Hauptgeschäftsstelle des Kompetenzzentrums wird in der Landeshauptstadt Wiesbaden eingerichtet. Nach der Aufbau- und Konzeptionierungsphase ist im Juni eine landesweite Auftaktveranstaltung geplant. Mit dem Start des Praxisangebots wird das Kompetenzzentrum seine Arbeit für die hessischen Einrichtungen und Familien sichtbar aufnehmen.
Mit „Kinder.Sprachen.Zukunft“ setzt Hessen ein starkes Zeichen für Bildungsgerechtigkeit, Qualität und Innovation in der frühen Kindheit.