Fünf Personen posieren lächelnd auf einer geschwungenen Treppe im Innenbereich für ein Gruppenfoto. Im Vordergrund halten ein Mann und eine Frau gemeinsam eine weiße Mappe mit dem hessischen Landeswappen. Drei weitere Frauen stehen leicht versetzt hinter ihnen auf den Stufen.

Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales

600.000 Euro für das WIR-Vielfaltszentrum des Lahn-Dill-Kreises und Wetzlar

Hessen setzt die Förderung der WIR-Vielfaltszentren im Rahmen des Landesprogramms „WIR – Vielfalt und Teilhabe“ fort: Integrationsstaatssekretärin Katrin Hechler hat am Donnerstag Bescheide über je 600.000 Euro für die aktuelle Förderperiode von Januar 2026 bis Ende 2030 an den Lahn-Dill-Kreis und die Stadt Wetzlar übergeben. Landrat Carsten Braun und die Hauptamtliche Kreisbeigebordnete Dr. Rebecca Neuburger-Hees nahmen den Fördernachweis für den Kreis, Bürgermeister Michael Hundertmark den für das WIR-Zentrum der Stadt entgegen.

„Wir setzen die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Land und kommunalen Akteuren auch künftig fort. Mit unserer Förderung stärken wir die kommunalen Integrationsstrukturen und schaffen durch die bis Ende 2030 angelegte Förderperiode eine verlässliche Grundlage für die langfristige Planung in den Kommunen“, sagte Hechler im Rahmen der Übergabe in Wetzlar.

„Das WIR-Vielfaltszentrum leistet einen wichtigen Beitrag für ein gutes Miteinander im Landkreis: Es vernetzt Menschen, fördert Teilhabe und schafft Angebote, die Integration im Alltag erlebbar machen. Im Rahmen des Programms wollen wir vor allem auch die vielen ehrenamtlichen Akteure in unseren Kommunen sowie die Kommunalverwaltungen in ihrem Engagement um eine gelingende Integration vor Ort unterstützen. Die langfristige Förderung durch das Land gibt uns die notwendige Planungssicherheit, um diese erfolgreiche Arbeit fortzuführen und im Blick auf die Bedarfe in unserem Landkreis weiterzuentwickeln“, erklärte Jugend- und Sozialdezernentin Neuburger-Hees.

„Als Stadt sind wir dankbar für die Unterstützung des Landes bei unserer Integrationsarbeit. Mit der zugesagten Fördersumme von 600.000 Euro können erfolgreiche Projekte wie die jährliche Ausschreibung des Integrationspreises, die Beteiligung an den internationalen Wochen gegen Rassismus oder auch die Koordination von Projekten in den Quartieren in unserer Stadt verlässlich fortgeführt werden“, fügte Bürgermeister Hundertmark für die Stadt Wetzlar hinzu.

WIR-Vielfaltszentren sind lokale Schnittstellen zwischen Land und Kommunen sowie zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft. Sie koordinieren regionale Integrationsarbeit vor Ort – etwa dadurch, dass sie Integrationsstrategien für das Zusammenleben innerhalb der Kommunen entwickeln. Teil davon ist auch die Unterstützung von Zugewanderten bei der Orientierung und darüber hinaus. Vielfaltszentren sind zudem Anlaufstellen für Migrantenorganisationen und Ehrenamtliche. Eine weitere Aufgabe ist, öffentliche und zivilgesellschaftliche Institutionen im Sinne einer vielfaltsorientierten Öffnung zu beraten, um struktureller Diskriminierung und Rassismus gezielt entgegenzuwirken.

Die Arbeit der WIR-Vielfaltszentren des Lahn-Dill-Kreises und der Stadt Wetzlar umfasst schwerpunktmäßig, Integration und soziale Teilhabe zu fördern, eine wertschätzende Willkommens- und Anerkennungskultur zu etablieren sowie die vielfaltsorientierte Öffnung der Stadt- und Gemeindeverwaltungen und der Vereine voranzutreiben. Die Einrichtung des Kreises legt darüber hinaus einen Schwerpunkt auf Kommunikation und Vernetzung, etwa über die lntegreat-App, mit einem Newsletter und einem Arbeitskreis. Das Zentrum der Stadt nimmt zudem die Bereiche Partizipation und Ehrenamt gesondert in den Blick.

Staatssekretärin Hechler unterstrich bei ihrem Besuch die Bedeutung des WIR-Programms, das sich seit seiner Gründung als wichtiges Instrument der Integrationsförderung etabliert habe: „Die Vielfaltszentren stehen für eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen. Mit dem WIR-Programm gestalten wir das gesellschaftliche Miteinander aktiv mit. Umso mehr freue ich mich, dass wir mit der Förderzusage die erfolgreiche Arbeit in Stadt und Landkreis auch in den kommenden Jahren verlässlich unterstützen können.“

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Matthias Schmidt

Matthias Schmidt

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