Sozialministerin Heike Hofmann hat dem ADiBe-Netzwerk Hessen am Freitag zu dessen zehnjährigem Bestehen gratuliert und die Arbeit im Bereich der Antidiskriminierungsarbeit gewürdigt. „Als das Netzwerk 2016 gegründet wurde, war die Idee klar: Menschen, die Diskriminierung erfahren, brauchen konkrete Unterstützung – eine Stelle, die zuhört, die die Rechte Betroffener kennt und ihnen Handlungsmöglichkeiten aufzeigt. Aus diesem Anspruch ist in den vergangenen zehn Jahren ein starkes hessenweites Netzwerk erwachsen, das nun 17 erfahrene Organisationen umfasst. Das ist eine beeindruckende Entwicklung“, sagte Hofmann im Rahmen einer anlässlich des Jubiläums abgehaltenen Fachtagung im Haus am Dom in Frankfurt am Main.
Das Netzwerk wird seit 2016 von der Landesregierung gefördert. Getragen ist es seit 2022 vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften (iaf) e.V. und von der Rechte behinderter Menschen gGmbH. Von 2016 bis 2022 war die Bildungsstätte Anne Frank e.V. Vorgängerin des iaf. Die Beratung erfolgt digital und telefonisch landesweit von den Standorten Frankfurt, Marburg und Kassel aus. Daneben setzt ADiBe das Projekt AD-Kindel um, das seit 2023 zusammen mit der Diakonie Oberhessen Antidiskriminierungsberatung im ländlichen Raum verankert. Die Weiterqualifizierung von Netzwerk-Mitgliedern zählt ebenso zu den Aufgaben wie Öffentlichkeitsarbeit und die Beteiligung an hessenweiten Veranstaltungen.
„Arbeit für den Schutz unserer Demokratie“
„Antidiskriminierungsarbeit ist auch Arbeit für den Schutz unserer Demokratie. Eine demokratische Gesellschaft lebt davon, dass Menschen sich zugehörig fühlen und dass sie darauf vertrauen können, dass der Staat sie schützt und ihnen mit Respekt begegnet“, führte Hofmann aus. Gerade in Zeiten, in denen gesellschaftlicher Zusammenhalt unter Druck stehe und viele Menschen Ausgrenzung und Abwertung erlebten, brauche Hessen starke Strukturen in der Antidiskriminierungsarbeit:
„Deshalb sind zehn Jahre ADiBe nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch ein Auftrag für die Zukunft. Wir müssen Antidiskriminierungsarbeit weiter stärken, ihre Sichtbarkeit erhöhen und dafür sorgen, dass Menschen in ganz Hessen wissen, wohin sie sich wenden können, wenn sie Diskriminierung erfahren“, schloss die Ministerin ihre Rede.