Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales

Erstes Austauschtreffen zur Kommunalen Antidiskriminierungsarbeit

Sozialministerin Heike Hofmann hat am Mittwoch Vertreterinnen und Vertreter hessischer Kommunen zum ersten Austauschtreffen zur Kommunalen Antidiskriminierungsarbeit in Wiesbaden begrüßt. Zu der im Rahmen des Jubiläums 80 Jahre Hessen angesetzten Veranstaltung hatte die Landesbeauftragte für Antidiskriminierung, Berivan Şekerci, eingeladen.

„Mit dem Treffen wollen wir den Dialog zwischen Land und Kommunen weiter stärken, Erfahrungen systematisch bündeln und von allen Seiten Impulse für zukünftige Entwicklungen aufnehmen. Antidiskriminierungsarbeit ist Standortpolitik, Prävention und treibt soziale Innovationen voran – sie macht Städte und Landkreise lebenswerter, sicherer und gerechter“, betonte die Ministerin und dankte den Teilnehmenden für deren Engagement und Beharrlichkeit.

Verfassung als Grundlage kommunaler Antidiskriminierungsarbeit

„Gerade im Jubiläumsjahr wird sichtbar, wie lebendig und aktuell die Werte der hessischen Verfassung sind, denn Gleichberechtigung und der Schutz vor Diskriminierung sind zentrale Grundlagen unserer Landesverfassung“, sagte Berivan Şekerci. Diese Werte prägten das Handeln der hessischen Verwaltung und damit auch das der Kommunen. „Da diese den Alltag und das Leben vor Ort in direktem Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern unmittelbar gestalteten, ist ihr Engagement für Vielfalt und Teilhabe so entscheidend“, so führte Şekerci weiter aus.

Bei dem im Hessischen Sozialministerium abgehaltenen Treffen diskutierten die Teilnehmenden zunächst Bedarfe und Herausforderungen der kommunalen Antidiskriminierungsarbeit. Anschließend bestand die Möglichkeit, einige der durch das Sozialministerium geförderten Projekte kennenzulernen – etwa das Antidiskriminierungsberatungsnetzwerk (ADiBe) Hessen, das von Diskriminierung betroffene Personen hessenweit kostenfrei und vertraulich berät oder die Inklusionsberatung Hessen (IBH) für Eltern, Schülerinnen und Schüler. Teil des Programms waren auch die hessischen LSBT*IQ- und Antidiskriminierungsnetzwerke (AdiNetze), die vor Ort mit Vernetzung, Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit Vielfalt stärken. Hinzu kamen Beispiele guter Praxis aus der Stadt Offenbach und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg.

„Mit dem Austauschtreffen legen wir den Grundstein für eine künftig noch engere Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen. Zusammen entwickeln wir die kommunalen Antidiskriminierungsstrukturen in Hessen weiter und unterstützen uns dabei gegenseitig“, so Ministerin Hofmann abschließend.