Sozialministerin Heike Hofmann hat die zentrale Bedeutung von sprachlicher Bildung in der frühkindlichen Bildung in Hessen betont. „Sprache eröffnet Bildungswege, sie ermöglicht Teilhabe und schafft Inklusion – Sprache ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für Chancengerechtigkeit. Deshalb ist Sprachförderung ein Schwerpunkt dieser Landesregierung und wir entwickeln sie weiter“, sagte Hofmann in ihrer Rede.
Nach dem Auslaufen des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ habe Hessen 2023 Verantwortung übernommen, die Förderung nicht abrupt beendet, sondern einen Weg gefunden, sie über mehrere Jahre weiterzuführen, um gute Übergänge zu schaffen. Zugleich habe das Land aber von Anfang an deutlich gemacht, dass es das Programm nicht dauerhaft konservieren wird. „Unser erklärtes Ziel ist, Sprachförderung von einer begrenzten Projektförderung in eine flächendeckende Qualitätsentwicklung überzuleiten. Für uns ist jede Kita in Hessen eine Sprach-Kita. Wir wollen Sprachförderung dauerhaft in der Fläche verankern – denn das ist der richtige Weg. Neun von zehn Einrichtungen erhalten die bisherige Unterstützung gar nicht. Dass dauerhaft nur ein kleiner Teil profitiert, ist nicht gerecht“, führte die Ministerin aus.
„Gute sprachliche Bildung ist keine Sonderaufgabe, sondern Aufgabe aller Kitas!“
Auch habe sich die Realität in den Kitas verändert. Sprachförderbedarf bestehe nicht nur in einzelnen Einrichtungen. „Wir wollen die guten Erfahrungen aus dem Programm nutzen und so weiterentwickeln, dass künftig möglichst alle Kinder und alle Einrichtungen davon profitieren. Denn gute sprachliche Bildung ist keine Sonderaufgabe einzelner Einrichtungen – sie ist eine Aufgabe aller Kitas“, betonte Hofmann. Sie verwies dabei auch auf das Kompetenzzentrum Kinder.Sprachen.Zukunft. als weiteren wichtigen Baustein der Strategie: „Dort werden wissenschaftliche Erkenntnisse, Fortbildung, Beratung, Praxisbegleitung und Qualitätsentwicklung erstmals systematisch zusammengeführt, Unterstützungsstrukturen für die Praxis entstehen dort ebenso wie ein Wissenstransfer, von dem künftig alle Einrichtungen profitieren. Das ist weit mehr als die Fortführung eines einzelnen Programms, sondern der Aufbau einer dauerhaften wie landesweiten Infrastruktur, die Trägern, Fachberatungen, Leitungen, Kindertagespflegestellen und Fachkräften zugutekommt“, so die Ministerin
Wer heute also behaupte, Hessen ziehe sich aus der Sprachförderung zurück, verkenne entweder die Fakten oder ignoriere bewusst, was die Landesregierung gerade umsetze: „Wir stärken die Sprachförderung! Nur machen wir künftig Dinge anders – wir machen sie besser: Breiter aufgestellt, nachhaltiger und mit größerer Reichweite. Dieser Paradigmenwechsel ist ein Startschuss für mehr Qualität und mehr Chancengerechtigkeit. Das ist unser Weg für Hessen, den wir konsequent weitergehen“, schloss Hofmann ihre Rede.