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Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales

Förderung, die konkrete Perspektiven schafft

Der Kampf gegen Wohnungslosigkeit ist ein Schwerpunkt der Arbeit der Hessischen Landesregierung. Im Rahmen einer Pressekonferenz hatte Sozialministerin Heike Hofmann bereits Anfang Juli 15 Modellprojekte vorgestellt, die gezielt insbesondere Prävention und Vermittlung in Wohnraum stärken. Für zwei dieser Projekte hat die Ministerin nun am Mittwoch in Schotten (Vogelsbergkreis) die Bescheide übergeben: Die Wohnraumhilfe Vogelsbergkreis – ein sogenanntes Housing-First-Projekt – sowie die Fachstelle Prävention Vogelsbergkreis erhalten für den Zeitraum bis Ende 2028 rund 820.000 Euro an Fördermitteln. Träger ist ein Verbund aus Stiftung Perspektive Wohnen, Kompass Leben, Haus am Kirschberg und Familienbezogener Jugendhilfe im Sozialraum.

„Ich freue mich, dass wir hier im Vogelsbergkreis gemeinsam diese wichtigen Modellprojekte auf den Weg bringen. Unsere Förderung ist nicht nur finanzielle Unterstützung – sie schafft konkrete Perspektiven für Menschen, die auf dem Wohnungsmarkt kaum eine Chance haben. Unser Ziel muss sein, Wohnungsverlust zu verhindern und Wohnungslosigkeit, wo immer möglich, gar nicht erst entstehen zu lassen. Prävention bedeutet deshalb, frühzeitig hinzuschauen, Risiken zu erkennen und passende Unterstützung anzubieten, bevor aus einer schwierigen Situation eine existenzielle Notlage wird“, sagte Ministerin Hofmann. 
Wo Wohnungslosigkeit bereits eingetreten sei, benötigten Menschen hingegen ein verlässliches Zuhause – hier setze Housing First an: „Eine eigene Wohnung ist dabei nicht erst das Ergebnis erfolgreicher Hilfe, sondern die Grundlage dafür, dass die weiteren Schritte überhaupt gelingen können.“

Prävention und Unterstützung 

Die Fachstelle Prävention Wohnraumhilfe Vogelsbergkreis soll gefährdete Menschen künftig frühzeitig, koordiniert und niedrigschwellig bei drohendem Verlust ihrer Wohnung unterstützen. Sie wird dabei eng mit Kommunen, Ordnungsbehörden, Jobcenter und Sozialamt, Schuldner- und Sozialberatungsstellen, Energieversorgern sowie Wohnungsunternehmen, freien Trägern und psychosozialen Diensten kooperieren. Die Wohnraumhilfe Vogelsbergkreis setzt bei denen an, die bereits wohnungslos sind: Sie bietet den Menschen Wohnraum ohne Vorbedingung an und stellt Unterstützungsleistungen zur Verfügung – etwa in Form sozialpädagogischer Maßnahmen oder durch praktische Unterstützung in den Bereichen Verwaltung und Wohnraumvermittlung. „Damit unsere Ansätze erfolgreich sein können, benötigen wir engagierte Partnerinnen und Partner vor Ort: Deshalb danke ich an dieser Stelle allen, die die Projekte auf den Weg gebracht haben und nun mit Leben füllen, insbesondere den Verantwortlichen beim Trägerverbund. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag dazu, dass aus dem Anspruch auf Unterstützung konkrete Hilfe und neue Perspektiven werden. Für die Umsetzung wünsche ich allen viel Erfolg und vor allem, dass möglichst viele Menschen durch dieses Projekt ein sicheres Zuhause und neue Perspektiven gewinnen“, so Ministerin Hofmann abschließend.

Hintergrund: Die 15 Modellprojekte gegen Wohnungslosigkeit in Hessen 

Das Land fördert hessenweit 15 Modellprojekte zur Prävention und Bekämpfung von Wohnungslosigkeit. Ziel ist, Wohnungsverlust möglichst früh zu verhindern, Wege in dauerhaftes Wohnen zu eröffnen und die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen zu verbessern. Für die Projekte stellt das Land Hessen im Zeitraum 2026 bis 2028 insgesamt mehr als 6,1 Millionen Euro bereit.  
Gefördert werden sechs Fachstellen zur Wohnraumsicherung, die bei Mietschulden, Kündigungen und Konflikten im Mietverhältnis beraten und die Wohnungsverlust möglichst früh verhindern sollen. Zudem sechs Housing-First-Projekte, die wohnungslose Menschen dabei unterstützen, Zugang zu dauerhaftem Wohnraum zu erlangen. Die eigene Wohnung steht dabei am Anfang des Hilfeprozesses. Letztlich werden auch zwei Projekte zum Schnittstellenmanagement gefördert, die die Zusammenarbeit an wichtigen Übergängen optimieren, etwa aus Kliniken, Einrichtungen oder dem Justizvollzug sowie ein Projekt für wohnungslose Frauen in Frankfurt am Main.  

Kontakt

Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales

Matthias Schmidt

Matthias Schmidt

Pressesprecher

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