Eine Gruppe von fünf Erwachsenen und einem Kind steht lächelnd vor dem Eingang des Projekts „Wortspatz“ in Wiesbaden. Im Hintergrund ist ein Glasschild mit dem bunten Logo des Internationalen Bundes (IB) und der Aufschrift „Wortspatz – Sprachförderprojekt für Kinder ohne Kitaplatz“ zu sehen

Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales

Fortsetzung Förderung des Wiesbadener Sprachförderprojekts "Wortspatz"

Heike Hoffmann: „ein Angebot, das die Chancen der Kinder auf Bildung und Teilhabe massiv erhöht."

Das Sozialministerium setzt die Förderung des Wiesbadener Projekts „Wortspatz – Sprachförderung für Kinder ohne Kitaplatz von 4-6 Jahren“ fort. Sozialministerin Heike Hofmann hat dafür am Dienstag einen Bescheid über rund 47.000 Euro an den Träger, den Internationaler Bund - IB Südwest gGmbH, übergeben. „Wir als Landesregierung stehen für eine starke frühkindliche Bildung, für Teilhabe und gerechte Chancen. Dabei spielt ein Projekt wie Wortspatz eine wichtige Rolle: Gerade Kinder aus benachteiligten Familien, die über keinen bzw. noch keinen Kitaplatz verfügen, benötigen Unterstützung, um nicht bereits in frühen Jahren einen entscheidenden Nachteil zu erfahren. Hier setzt das Wiesbadener Projekt gezielt an“, sagte Hofmann beim Übergabetermin in der Landeshauptstadt.

Das Modellprojekt ist im Stadtteil Westend angesiedelt und hat neben der Sprachförderung zum Ziel, Kindern ab vier Jahren aus Einwanderer- und Flüchtlingsfamilien, die besonderen Integrationsbedarf und bisher keinen Betreuungsplatz haben, Kontakt zu anderen Kindern zu ermöglichen. Außerdem wird den Kindern Wissen über Strukturen und Umfeld vermittelt, um ihnen letztlich den Übergang in weiterführende Angebote wie Kita oder Grundschule zu erleichtern.

Förderangebot für Kinder, aber auch Hilfe für Eltern

Jeweils zwölf Kinder können werktags vormittags, weitere zwölf nachmittags die alltagsintegrierte Sprachförderung in Anspruch nehmen. Weiterer Schwerpunkt der Projektarbeit ist die Begleitung der Eltern. Hier wird teilweise eng mit einzelnen Familien gearbeitet, wofür auch eine Vernetzung mit Kooperationspartnern wie dem Jugend- und Sozialamt, Frühförderstellen und Kitas im Umfeld sehr wichtig ist.

Von 2024 bis 2026 hat Wortspatz mit dem nun für den Zeitraum bis Ende 2026 überreichten Bescheid insgesamt rund 180.000 Euro an Fördermitteln erhalten. Das Sozialministerium trägt damit knapp über die Hälfte der Projektkosten (55 Prozent), die Stadt Wiesbaden finanziert etwa 40 Prozent, während die Restsumme aus Eigenmitteln des IB stammt.

„Das Projekt erreicht eine Zielgruppe, die von anderen Förderangeboten nicht erfasst wird. Gerade in einer Phase, in der für Kinder noch keine verlässlichen Betreuungsangebote zur Verfügung stehen, schließt der Wortspatz eine Lücke und schafft ein Angebot, das Kinder und Eltern unterstützt und die Chancen der Kinder auf Bildung und Teilhabe massiv erhöht“, so Ministerin Hofmann. 

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Matthias Schmidt

Matthias Schmidt

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