Das Buch nimmt junge Menschen ausdrücklich als kompetente Akteurinnen und Akteure ernst. Zugleich macht es transparent, wo Schutz im Netz heute noch zu kurz greift und welche Verantwortung Erwachsene tragen – als Eltern, Fachkräfte, Gesetzgeber und Plattformbetreiber. Damit übersetzt das Buch die politische Linie des hessischen Leitantrags in eine Sprache, die Kinder und Jugendliche unmittelbar erreicht.
„Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche ihre Rechte im Netz kennen, einordnen und einfordern können“, so Staatsministerin Hofmann. „Aufklärung allein reicht aber nicht. Sie muss flankiert werden durch verlässliche Erwachsene, durch sichere Voreinstellungen auf Plattformen, durch wirksame Regulierung und durch ernst gemeinte Beteiligung. Genau diese Verbindung ist die Linie Hessens im JFMK-Vorsitzjahr.“
Geschützte Teilhabe – Schutz durch Teilhabe
Beide Veröffentlichungen sind Teil eines größeren Prozesses. Hessen hat im JFMK-Vorsitzjahr 2026 konferenzbegleitende Jugendbeteiligung erstmals als Prozess angelegt und entwickelt parallel eine Gesamtstrategie zur Kinder- und Jugendbeteiligung. Die in Darmstadt begonnene Beteiligung wird über das Vorsitzjahr hinaus fortgeführt und in eine dauerhafte Beteiligungsstruktur überführt. Ziel ist, dass Kinder und Jugendliche nicht nur einmal gehört, sondern verlässlich und themenbezogen einbezogen werden – bei der JFMK, in der Enquetekommission „Demokratie und Teilhabe leben – Beteiligung junger Menschen stärken“ und in weiteren politischen Prozessen.
„Die heutigen Veröffentlichungen zeigen, was möglich ist, wenn Schutz, Förderung und Beteiligung zusammengedacht werden“, so Zeleke. „Geschützte Teilhabe – Schutz durch Teilhabe: Das ist der Maßstab, an dem sich Politik für junge Menschen messen lassen muss.“
Hintergrund:
Hessen führt im Jahr 2026 den Vorsitz der Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK). Der hessische Leitantrag „Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt stellen: Kompetenzen in einer digitalen Welt – Kompetenzen für Demokratie und Zukunft“ wird am 21. und 22. Mai 2026 in Frankfurt am Main beraten.
Die Jugendkommentierung „Wir brauchen uns.“ fasst die Perspektiven der 35 Jugendlichen aus dem Beteiligungstag vom 21. März 2026 in Darmstadt zusammen. Sie erhebt keinen repräsentativen Anspruch, dokumentiert aber eine strukturierte Jugendperspektive auf den Leitantrag.
Das Buch „Check lieber Deine Rechte im Netz.“ von Ilona Einwohlt richtet sich an Kinder und Jugendliche und ist beim Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales kostenfrei erhältlich.