Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales

Landesregierung unterstützt IQ-Programm

„Individuelle Förderung, die Wirtschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt“

Fachkräftegewinnung und -sicherung ist ein Schwerpunktthema der hessischen Landespolitik. Insbesondere zugewanderte Menschen und ihre Potenziale spielen dabei eine zentrale Rolle. Arbeits- und Sozialministerin Heike Hofmann hat am Donnerstag in Offenbach einen Bescheid an involas, das Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, als Träger des IQ-Programms in Hessen übergeben. Das Programm setzt genau da an: Menschen, die im Ausland Berufserfahrung gesammelt haben, eine Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen haben und in Hessen arbeiten möchten, werden unterstützt, beraten und qualifiziert. Das Ziel ist, ihnen nachhaltige und ihren Qualifikationen angemessene Erwerbstätigkeit zu ermöglichen, damit sie ihre Kompetenzen erfolgreich in den deutschen Arbeitsmarkt einbringen können.

„Die Anerkennung ausländischer Qualifikationen und die Unterstützung beim Einstieg in den Arbeitsmarkt sind für uns von zentraler Bedeutung. Das Programm IQ in Hessen leistet hier seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag. Es unterstützt die Menschen mit ausländischen Berufsqualifikationen – zugleich aber auch Unternehmen und Betriebe dabei, internationale Fachkräfte zu gewinnen und erfolgreich einzubinden. Damit trägt das Programm zur individuellen beruflichen Entwicklung bei und stärkt damit unsere Wirtschaft und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Hessen“, sagte Ministerin Hofmann.

Investition lohnt sich

Das hessische IQ-Netzwerk ist Teil von „IQ – Integration durch Qualifizierung“, des ESF-Plus-Programms des Bundes und damit des zentralen arbeitsmarktpolitischen Förderinstruments des Bundesarbeitsministeriums zur Integration erwachsener Menschen ausländischer Herkunft in den Arbeitsmarkt. involas verantwortet verschiedene Stränge des IQ-Förderprogramms, darunter das Regionale Integrationsnetzwerk für internationale Arbeitskräfte (RINIA) IQ für Hessen. Dieses Integrationsnetzwerk wird durch das Land neben EU und Bund mit zehn Prozent kofinanziert. Die Landesfördersumme für 2026 liegt bei rund 165.000 Euro.

„Im Rahmen unserer Qualifizierungen klären wir mit Interessierten, welche Wege sich ihnen in den Arbeitsmarkt eröffnen und stehen hierfür mit den Anerkennungsstellen, der Arbeitsverwaltung, Betrieben und gesellschaftlichen Akteuren im engen Austausch. Auf Grundlage der im Ausland erworbenen Berufsabschlüsse und -erfahrungen werden unsere Teilnehmenden passgenau qualifiziert oder passende Qualifizierungen im Rahmen ihrer Berufsanerkennung recherchiert und organisiert. Wir begleiten sie während des gesamten Prozesses einer möglichst nachhaltigen Arbeitsmarktintegration. Diese Begleitung des individuellen Qualifizierungs- und beruflichen Integrationsweges kann mitunter sehr lange dauern; Hürden müssen genommen und Arbeitgebende gewonnen werden. Aber diese Investition lohnt sich, da mehrheitlich gut ausgebildete und motivierte Fach- und Arbeitskräfte für Hessen das Ergebnis sind. Unsere Vermittlungsquote in Arbeit bestätigt dies“, sagte Juliane Firlus, involas, Leitung des Koordinationsteams des RINIA in Hessen.

„Mein besonderer Dank gilt involas als Projektträger, der das Netzwerk mit großer fachlicher Kompetenz, Verlässlichkeit und langjähriger Erfahrung koordiniert und so maßgeblich dazu beiträgt, dass die Angebote vor Ort wirksam umgesetzt werden können. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, wie erfolgreich diese Arbeit ist: Menschen finden schneller den Weg in Beschäftigung und Unternehmen profitieren von gut qualifizierten Fachkräften“, schloss die Ministerin. 

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Matthias Schmidt

Matthias Schmidt

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