Mit der Landesfachstelle Queere Jugendarbeit und dem dazugehörigen Teilprojekt „Queere Jugendliche im ländlichen Raum“ setzt die Landesregierung seit einigen Jahren gezielt Impulse, um die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zu stärken. Für die Fortsetzung dieser Arbeit hat Sozialministerin Heike Hofmann nun gemeinsam mit der Landesbeauftragten für Antidiskriminierung, Berivan Şekerci, dem Hessischen Jugendring (hjr) als Träger einen Förderbescheid in Höhe von 248.000 Euro übergeben.
„Der hjr entwickelt jugendpolitische und pädagogische Strukturen in Hessen im Rahmen der geförderten Projekte maßgeblich weiter. Die Projekte tragen dazu bei, dass Lebenswelten queerer Jugendlicher sichtbar, ihre Bedarfe erkannt und dass insbesondere im ländlichen Raum professionelle Unterstützungsangebote verankert werden“, sagte Hofmann im Rahmen der Übergabe am Dienstag in Wiesbaden. Gerade für junge queere Menschen sei es wichtig, Angebote in erreichbarer Nähe ihrer Wohnorte vorzufinden. Die Landesbeauftragte Şekerci fügte hinzu, dass die beim Jugendring angesiedelte Landesfachstelle Queere Jugendarbeit die Öffnung der Jugendhilfe in Hessen maßgeblich vorantreibe: „Mit Fortbildungen, Beratung und attraktiven Fachmedien sorgen die Verantwortlichen dafür, dass junge Queers in ganz Hessen qualifizierte Unterstützung finden und Räume selbstbestimmt gestalten können.“
Die neuen Projektpartner von „Queere Jugendliche im ländlichen Raum“ sind die Stadt Fritzlar, der Landkreis Hersfeld-Rotenburg, der hessische Landesverband des Bundes Deutscher Pfadfinderinnen und Pfadfinder sowie die Hessische Jugendfeuerwehr. Sie werden in der aktuellen Förderperiode, die sich vom zweiten Quartal 2026 bis zum ersten Quartal 2028 erstreckt, kontinuierlich von einer Referentin des hjr bei der Umsetzung des Projekts begleitet und beraten. Außerdem werden die verschiedenen aktuellen und ehemaligen Standorte für Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung untereinander vernetzt. In den beiden vorangegangenen Umsetzungsphasen waren bereits acht weitere hessische Kommunen als Projektpartner beteiligt.
Grundlage von „Queere Jugendliche im ländlichen Raum“ ist ein Konzept, das 2022 in einem durch den Jugendring koordinierten und begleiteten Beteiligungsprozess erarbeitet wurde, an dem neben Vertreterinnen und Vertretern der kommunalen Spitzenverbände auch weitere Expertinnen und Experten aus der kommunalen Jugendarbeit mitgewirkt haben.
„Die Fachstelle und das Teilprojekt sind nicht nur unmittelbar für die jungen Menschen wertvoll, sondern bereichern durch die Organisation von Fachveranstaltungen, die Begleitung lokaler Projekte oder die Beratung von Fachkräften die Landschaft der hessischen Jugendarbeit. Ich danke allen Beteiligten für ihren Einsatz dabei, queere Jugendarbeit in Hessen so fachlich fundiert, sichtbar und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln“, schloss Ministerin Hofmann.