Arbeits- und Sozialministerin Heike Hofmann hat in einer Rede im Landtag die Bedeutung einer gezielten und gut organisierten Zuwanderung von Fachkräften für die hessische Wirtschaft betont. „Das ist ein ganz entscheidender Baustein. Für mich ist ganz klar, dass wir dabei noch besser, schneller und zielgenauer werden müssen. Dafür braucht es Mut und Willen zur Veränderung, aber auch eine gelebte Willkommenskultur“, sagte Hofmann am Donnerstag.
Die Landesregierung habe dazu bereits eine Reihe an Maßnahmen initiiert oder verstärkt, so etwa die WELCOMECENTER, die interessierte Fachkräfte, aber auch suchende Unternehmen unterstützten: „Die WELCOMECENTER fungieren in Hessen inzwischen flächendeckend als Brücke zwischen Arbeitgebern und internationalen Kräften. Zum Standort Frankfurt sind die neuen in Kassel und Wetzlar hinzugekommen, womit wir die Strukturen und Regionen gezielt gestärkt haben. Die WELCOMECENTER sind ein Paradebeispiel für praxisnahe Personalsicherung ‘made in Hessen‘ und ein starkes Zeichen für das produktive Zusammenspiel zwischen Landesregierung, Wirtschaft und Verwaltung“, so die Ministerin.
Für die gezielte Unterstützung von Unternehmen bei der Integration in den Mangelbereichen Kinder- und Jugendhilfe, Eingliederungshilfe sowie in der Pflege habe die Landesregierung 2025 mit dem „Integrationsbonus“ eine neue Fördermöglichkeit zur Fachkräftegewinnung geschaffen. „Ziel des Integrationsbonus ist, insbesondere kleineren und mittleren Betrieben und Einrichtungen zu ermöglichen, betriebliche Maßnahmen zur sozialen Integration internationaler Fachkräfte weiterentwickeln und umsetzen zu können“, erklärte Hofmann.
Abschließend verwies die Arbeits- und Sozialministerin auf die in der vergangenen Woche vorgestellte Fast Lane und dankte in diesem Zusammenhang Innenminister Roman Poseck. Mit der neuen gemeinsamen Maßnahme schaffe man beim Regierungspräsidium Darmstadt künftig eine zentrale Anlaufstelle für ein beschleunigtes Fachkräfteverfahren, was zudem die Umsetzung eines weiteren wichtiges Vorhabens aus dem Koalitionsvertrag bedeute. „Viele Unternehmen berichten, dass die Verfahren häufig zu lange dauerten und zu unterschiedlich abliefen. Hier setzen wir mit der Fast Lane an, um auf beiden Seiten für Entlastung zu sorgen. Wir bieten damit neben dem bisherigen Weg eine zusätzliche Option an, die Struktur und Verlässlichkeit schafft und dafür sorgt, dass Vorgänge schneller und effizienter ablaufen können, wenn ein beschleunigtes Verfahren möglich ist“, so die Ministerin.
Die Fachkräfteoffensive der Landesregierung zeige also Wirkung – „und sie ist wichtig, denn der Wohlstand in unserem Land hängt maßgeblich davon ab, ob wir es schaffen, Fachkräfte für Hessen zu gewinnen – und sie dann auch gut in unsere Gesellschaft zu integrieren“, schloss Hofmann ihre Rede.