Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales

Sozialministerin Hofmann kündigt Paradigmenwechsel in Hessen an

Sozialministerin Heike Hofmann besucht am 9. Juni 2026 die offizielle Eröffnung des Kompetenzzentrums für sprachliche Bildung und Förderung in der frühen Kindheit in Hessen.

Im Vorfeld kündigte Hofmann jetzt an, welche Bedeutung die Einrichtung mit Blick auf die perspektivische Ausgestaltung der frühkindlichen Bildung in Hessen hat: „Das Kompetenzzentrum ist ein wesentlicher Baustein unseres Paradigmenwechsels im zentralen Bereich der frühen Sprachbildung“, betonte die Ministerin. An die Stelle des Programms Sprach-Kitas, das zum Ende des Jahres 2026 ausläuft, trete künftig eine flächendeckende und dadurch gerechtere landesweite Struktur sowie ein Gesamtkonzept zur sprachlichen Förderung.

Sprachförderung dauerhaft in frühkindlicher Bildung verankern

Mit den Sprach-Kitas hatte das Land bislang ein 2023 ausgelaufenes Bundesprogramm weitergeführt, mit dem in 500 dieser spezialisierten Kitas eigene Stellen für die sprachliche Bildung aus Bundesmitteln gefördert wurden. „Mit unserer geplanten Anpassung des Hessischen Kinder- und Jugendgesetzbuchs (HKJGB) im kommenden Jahr stellen wir diese Förderung nun um: Die Mittel sollen nicht mehr als Projektförderung an ausgesuchte Einrichtungen fließen, sondern über eine Erhöhung der Betriebskostenpauschalen allen Einrichtungen flächendeckend zugutekommen“, so Hofmann weiter.

Das Kompetenzzentrum für sprachliche Bildung nahm nach zunächst im Februar begonnenen vorbereitenden Tätigkeiten im Mai seine Arbeit auf. „Die sprachliche Bildung junger Menschen ist von herausragender Bedeutung für ihren weiteren Bildungs- und Lebensweg. Mit diesem innovativen Projekt verankern wir Sprachförderung in Hessen nun dauerhaft, flächendeckend und einrichtungsübergreifend“, sagte Hofmann. Das Kompetenzzentrum unterstützt Träger, Fachberatungen, Einrichtungen, Fachkräfte, Kindertagespflegepersonen und Familien mit niedrigschwelligen Beratungsangeboten im Bereich der Sprachbildung und -förderung.

Systematische Unterstützung schafft Planbarkeit und Gerechtigkeit

„Mit unseren Maßnahmen ändern wir das System: Sprachliche Bildung darf nicht Sonderthema einzelner Einrichtungen sein, sondern muss als selbstverständlicher Bestandteil guter frühkindlicher Einrichtungen in allen hessischen Kitas verstanden werden. Wir gehen damit weg von einer Förderung von Einzelprojekten, hin zu einer nachhaltigen systematischen Unterstützung – das schafft mehr Verlässlichkeit und Planbarkeit für die Träger und sorgt für größere Gerechtigkeit für die Kinder“, führte Ministerin Hofmann aus.

Dabei nehme die Landesregierung natürlich auch weiterhin die Kitas in den Blick, die erhöhten Bedarf an sprachlicher Förderung haben und sich aufgrund sozio-ökonomischer Strukturen in besonders herausfordernden Lagen befinden, stellte die Ministerin klar: Einrichtungen in Hessen, in denen strukturbedingt besonderer Bedarf herrsche, könnten künftig über eine Pauschale zusätzliche Mittel erhalten. Die Anpassung des HKJGB soll im Laufe des kommenden Jahres in Kraft treten. 

Kontakt

Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales

Matthias Schmidt

Matthias Schmidt

Pressesprecher

Hessisches Ministeriums für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales

Fax

0611/ 32719-4666

Sonnenberger Straße 2/2a 
65193 Wiesbaden