Die Frühförderstelle „Sichtweisen“ des Evangelischen Regionalverbands Frankfurt und Offenbach unterstützt die Familien von Blindheit und Sehbehinderung betroffener Kinder. Die Fachkräfte der Frühförderstelle gestalten zusammen mit den Eltern, Geschwistern und weiteren wichtigen Bezugspersonen ein Umfeld, das die Entwicklung, die Fähigkeiten und die Persönlichkeit der Kinder anregt. Sozialministerin Heike Hofmann hat dem Evangelischen Regionalverband Frankfurt und Offenbach am Dienstag für diese Arbeit einen Förderbescheid in Höhe von 265.000 Euro übergeben und die Mitarbeiter der Frühförderstelle für einen halben Tag bei ihrer wichtigen Arbeit begleitet.
„Die Fachkräfte der Frühförderstelle begleiten und unterstützen Kinder und ihre Familien im Elternhaus, in der Krabbelstube oder in der Kindertagesstätte. Dabei arbeiten sie eng mit Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten sowie den Fachkräften der Kindertageseinrichtungen zusammen. Sie fördern damit die aktive Teilhabe der Kinder und ihrer Familien am gesellschaftlichen Leben und leisten so einen wichtigen Beitrag für eine inklusive Gesellschaft“, sagte Ministerin Hofmann.
Das Einzugsgebiet von „Sichtweisen“ umfasst neben den Städten Frankfurt, Offenbach und Darmstadt die Landkreise Offenbach, Darmstadt-Dieburg, Odenwald und Bergstraße. Im Jahr 2026 werden voraussichtlich insgesamt 90 Kinder mit Sehbehinderung durch die Frühförderstelle betreut.
„Die heutige Begleitung hat mir eindrucksvoll gezeigt, mit wie viel Fachwissen, Engagement und Einfühlungsvermögen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Familien begleiten“, so Hofmann im Rahmen ihrer halbtägigen Hospitation. Gleichzeitig verdiene es großen Respekt, wie die Eltern den Alltag meistern und ihren Kindern jeden Tag die bestmögliche Unterstützung geben: „Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit schafft die Grundlage dafür, dass Kinder trotz Sehbehinderung ihre Fähigkeiten entfalten und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Ich freue mich daher sehr, dass wir als Land die Arbeit der Frühförderstelle unterstützen können.“