Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales

Unermüdliches Engagement für Vielfalt und eine diskriminierungsfreie Gesellschaft

Im Rahmen des Christopher Street Days (CSD) in Bensheim hat Staatssekretärin Katrin Hechler dem Verein Fabian Salars Erbe – für Toleranz und Zivilcourage e. V. (FSE) einen Förderbescheid über rund 100.000 Euro übergeben. Der FSE erhält die Mittel als Träger des Projekts Antidiskriminierungsnetzwerk Südhessen (AdiNet Südhessen) für den Zeitraum von April 2026 bis Ende März 2027.

„Das AdiNet Südhessen vernetzt seit 2019 Menschen und Organisationen aus dem queeren Spektrum, es sensibilisiert und leistet wichtige Öffentlichkeitsarbeit. Das AdiNet ist eine Plattform, die Akteurinnen und Akteure zusammenbringt, Ressourcen bündelt und gerade hier im ländlichen Raum Sichtbarkeit und mehr Handlungsfähigkeit schafft“, führte Hechler im Rahmen der Übergabe aus.

Plattform zur Vernetzung im ländlichen Raum

AdiNet Südhessen bringt als Plattform Interessierte, Vereine, Institutionen und Projekte zusammen, die sich gegen Diskriminierung engagieren. In der aktuellen Förderperiode liegt der Fokus unter anderem darauf, Akteurinnen und Akteure im ländlichen Raum durch regelmäßige Treffen zu vernetzen, dafür digitale Austauschformate und Newsletter sowie konkrete Maßnahmen wie etwa FLINTA*-Brunches anzubieten. Auch fachlicher Austausch, Aktionstage und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt sowie Austauschformate für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Region zählen zum AdiNet-Angebot.

„Unsere Förderung ist nicht nur eine finanzielle Unterstützung, sondern auch ein Zeichen der Anerkennung des unermüdlichen Engagements des Vereins FSE und aller Beteiligten, die sich jeden Tag für Menschenrechte, Vielfalt und eine diskriminierungsfreie Gesellschaft einsetzen. Vielfalt ist unsere Stärke, und Solidarität macht uns stark!“, so Staatssekretärin Hechler abschließend.

Hintergrund FSE:

Salome Saremi-Strogusch gründete den Verein 2009 nach dem tragischen Tod ihres Bruders Fabian Salar, der am 28. September 2008 in einer Bensheimer Diskothek zwei Mädchen zu Hilfe gekommen war, die auf der Tanzfläche von vier Männern bedrängt wurden. Auf dem Heimweg lauerten die Täter ihm auf, traten und schlugen ihn, sodass er bewusstlos auf der Straße lag und später von einem Taxi überrollt wurde. Vier Wochen später erlag er seinen Verletzungen. Fabian Salar wurde nur 29 Jahre alt. Familie, Freundinnen und Freunde wollen mit dem Verein sein Andenken bewahren und sich für Toleranz und Zivilcourage einsetzen. Seitdem widmet man sich im Rahmen der Vereinsarbeit der Frage, wie Menschen dazu ermutigt werden können, sich für andere einzusetzen, hinzuschauen und zu helfen. Der FSE leistet insbesondere intensive Jugendarbeit.

Kontakt

Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales

Matthias Schmidt

Matthias Schmidt

Pressesprecher

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