Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales

„Vielfalt muss zur Gewohnheit werden“

Landesbeauftragte Berivan Dahl übergibt Förderbescheid über rund 105.000 Euro an den Sozialen Friedensdienst Kassel

Die Landesbeauftragte für Antidiskriminierung, Berivan Dahl, hat am Dienstag einen Förderbescheid in Höhe von rund 105.000 Euro an den Sozialen Friedensdienst Kassel (sfd) e. V. übergeben. Der Verein ist Träger des Antidiskriminierungsnetzwerks AdiNet Nordhessen. Mit der Förderung stärkt das Land die Antidiskriminierungsarbeit in Nordhessen mit einem besonderen Fokus auf den ländlichen Raum.

„Veränderung muss dort ankommen, wo Menschen leben. Das AdiNet Nordhessen leistet einen wichtigen Beitrag zur Prävention und Sensibilisierung gegen Diskriminierung, damit diese erst gar nicht entsteht. Das frühzeitige Entgegenwirken fördert das Hinterfragen von Vorurteilen und trägt wesentlich zur Vermeidung von Ausgrenzung bei“, betonte Dahl bei der Übergabe des Förderbescheids.

Zahlreiche Aktivitäten geplant

Das AdiNet Nordhessen bringt zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure, Verwaltung, Beratungsstrukturen und weitere Engagierte in der Region zusammen. Ziel ist, lokale Strukturen zu stärken, Wissen zu vermitteln und gemeinsam konkrete Maßnahmen gegen Diskriminierung zu entwickeln. Im aktuellen Projektzeitraum vom 1. April 2026 bis zum 31. März 2027 sind zahlreiche Aktivitäten geplant. Dazu gehören die Fortführung von Empowerment-Gruppen, Informationsangebote auf Marktplätzen in ganz Nordhessen sowie eine stärkere Vernetzung im Gesundheitsbereich. Auch die Wanderausstellung „Gesichter Nordhessens“ wird weiter ausgebaut. Die kostenlos ausleihbare Ausstellung macht sichtbar, wie vielfältig die Menschen sind, die Nordhessen ausmachen. Rund 1.200 Besucherinnen und Besucher werden im Rahmen der Ausstellung erwartet. Darüber hinaus arbeitet das Projektteam an der Produktion des begleitenden Films „Stimmen Nordhessens“.

Zuletzt hatte das Netzwerk am 9. September 2026 zu einem großen Vielfaltsfest in Kassel eingeladen. Mit zahlreichen Redebeiträgen, Musik und Mitmachaktionen wurde dort die Vielfalt der Region gemeinsam gefeiert und sichtbar gemacht.

„Vielfalt muss zur Gewohnheit werden. Das bedeutet für mich, dass Vielfalt nicht nur gefeiert oder sichtbar gemacht wird, sondern selbstverständlich zu unserem Alltag gehört. Ein diskriminierungsfreies Hessen entsteht durch das Zusammenspiel vieler Akteurinnen und Akteure und durch konkrete Veränderungen im Alltag. Deswegen fördern wir lokale Netzwerke, die Menschen zusammenbringen, Wissen teilen und so gemeinsames Handeln ermöglichen“, sagte Dahl. Neben ihrer Funktion als Landesbeauftragte für Antidiskriminierung ist sie Leiterin der Stabsstelle Antidiskriminierung.

Hintergrundinformationen

Das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales fördert seit 2018 Antidiskriminierungsnetzwerke aus Mitteln der Stabsstelle Antidiskriminierung. Derzeit gibt es AdiNetze in Nord-, Mittel- und Südhessen. Sie arbeiten entlang der Säulen Prävention, Sensibilisierung, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung. Seit 2022 wird das AdiNet Nordhessen vom Sozialen Friedensdienst Kassel e.V. getragen. 

Fünf Personen vor einem Roll-Up des Sozialer Friedensdienst Kassel e.V. Zwei Personen halten den Förderbescheid in den Händen
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Kontakt

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Matthias Schmidt

Matthias Schmidt

Pressesprecher

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