Sprachliche Bildung und Sprachförderung

Sprache und Kommunikation sind der Schlüssel zu Bildungserfolg, gesellschaftlicher Teilhabe und gelingender Integration. Sie ermöglichen Kindern, Beziehungen aufzubauen, sich auszudrücken und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die Sprachentwicklung beginnt bereits vor der Geburt und wird in den ersten Lebensjahren besonders durch die Familie geprägt.

Kinder lernen Sprache ganz selbstverständlich – vor allem im Spiel und im Alltag. Tag für Tag erweitern sie ihren Wortschatz, entdecken sprachliche Strukturen und lernen die Regeln der Kommunikation. Dabei können die meisten Kinder problemlos ein- oder mehrsprachig aufwachsen.

Auch die sprachliche Bildung in Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege spielt eine wichtige Rolle. Hier lernen Kinder nicht nur von den Erwachsenen, sondern vor allem miteinander und voneinander. Eine gute Sprachentwicklung stärkt zudem die sozial-emotionale Entwicklung und erleichtert den Übergang in die Grundschule. Kinder, die sich gut ausdrücken können, finden sich leichter in neuen Situationen zurecht und nehmen selbstbewusst am Alltag teil.

Mit der Gesamtstrategie „Starke Sprache, alle Kitas“ verfolgt die Landesregierung das Ziel, sprachliche Bildung auf der Grundlage des Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen als integralen Bestandteil frühkindlicher Bildung flächendeckend in allen Kindertageseinrichtungen weiter zu verankern. Gute sprachliche Bildung ist keine Sonderaufgabe einzelner Einrichtungen, sondern Aufgabe aller Kitas. Durch eine Umgestaltung der Finanzierung sollen mehr Kinder erreicht und Unterstützungsangebote bedarfsgerechter sowie qualitativ hochwertiger ausgestaltet werden. Die Landesregierung gestaltet damit den Übergang von einer zeitlich befristeten Projektförderung hin zu einer nachhaltigen und flächendeckenden Qualitätsentwicklung in der frühkindlichen Bildung.

Mit der geplanten Novellierung des Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuches soll eine Verstetigung der Förderung ab 2027 gesetzlich verankert werden. Zugleich entwickelt die Landesregierung ein ergänzendes Unterstützungssystem weiter, das sprachliche Bildung und Qualitätsentwicklung systematisch miteinander verzahnt. Ziel ist eine auf die hessischen Bedarfe zugeschnittene Gesamtstruktur, die allen Kindertageseinrichtungen offensteht und zugleich dort gezielt unterstützt, wo besondere Herausforderungen bestehen. So werden eine verlässliche Finanzierung und passgenaue Unterstützungsangebote dauerhaft miteinander verbunden.

Haben Sie noch Fragen zu diesem Thema? In unseren FAQ, die regelmäßig aktualisiert werden, finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen sowie weitere hilfreiche Informationen.

FAQ-Katalog

Gesamtstrategie „Starke Sprache, alle Kitas“ Stand: 22.07.2026

Die Landesregierung richtet die Förderung sprachlicher Bildung und Förderung in der frühen Kindheit neu aus.

Mit der Gesamtstrategie „Starke Sprache, alle Kitas“ werden bestehende Förder-, Beratungs- und Unterstützungsangebote zu einer nachhaltigen Gesamtstruktur zusammengeführt. Ziel ist es, weg von zeitlich befristeten Sonderprogrammen für einzelne Einrichtungen hin zu einer dauerhaften, verlässlichen und flächendeckenden sprachlichen Bildung mit entsprechender Qualitätsentwicklung in möglichst allen rund 4500 Kitas in Hessen zu kommen. Sprache soll strukturell und rechtlich dauerhaft als Bestandteil guter frühkindlicher Bildung in allen Kindertageseinrichtungen stärker verankert und abgesichert sein. Eine verlässliche Finanzierung mit fachlicher Unterstützung, Qualifizierung und Qualitätsentwicklung soll mehr Einrichtungen, mehr Fachkräfte und damit mehr Kinder zu erreichen.

Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass gute sprachliche Bildung Aufgabe aller Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege ist. 

Endet die Sprachförderung in Hessen mit dem Auslaufen der Programme „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist “ und „Sprachförderung bei Kindern im Kindergartenalter“?

Nein. Die Sprachförderung wird nicht beendet. Vielmehr entwickelt Hessen die Förderung weiter und verankert sie künftig flächendeckend in der Kindertagesbetreuung. Sprache bleibt ein zentraler Schwerpunkt der frühkindlichen Bildungspolitik des Landes, der in seiner Bedeutung deutlich gestärkt wird.

Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ ist ausgelaufen. Hessen hat die Förderung seit dem 1. Juli 2023 fortgeführt und damit die Übergangsphase bis zum 31. Dezember 2026 abgesichert. Bereits zu Beginn der Übernahme durch das Land Hessen wurde kommuniziert, dass es sich um eine Bestandssicherung handelt, die perspektivisch in eine Gesamtstrategie überführt werden soll. Dadurch hat das Land für alle Beteiligten Zeit gewonnen, um entsprechende Übergänge zu gestalten.

Sowohl die Förderung der „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ als auch das Programm „Sprachförderung bei Kindern im Kindergartenalter“ waren als eigenständige Förderprogramme angelegt. Künftig sollen die bisherigen Förderbestandteile in einer dauerhaft angelegten Gesamtstruktur zusammengeführt werden, von der alle hessischen Kitas profitieren können.

Die bisherigen Programme haben wichtige Impulse für die sprachliche Bildung gesetzt. Die Landesregierung möchte die gewonnenen Erfahrungen nutzen und in eine langfristig tragfähige Struktur überführen. Ziel ist es, sprachliche Bildung nicht auf einzelne geförderte Einrichtungen zu begrenzen, sondern als Bestandteil guter frühkindlicher Bildung in allen hessischen Kindertageseinrichtungen zu verankern und gleichzeitig gezielte Unterstützung für besondere Bedarfe sicherzustellen.

Die Neuausrichtung ersetzt die bisherigen Programme nicht durch ein einzelnes neues Angebot. Vielmehr werden Finanzierung, gezielte Förderung und fachliche Unterstützung künftig in einer Gesamtstruktur zusammengeführt.

Zudem werden die bisherigen Programmmittel künftig in die gesetzliche Betriebskostenförderung überführt. Ziel ist es auch, die Förderung zu vereinfachen und bürokratische Hürden abzubauen. Eine parallele Fortführung der bisherigen Programme neben der neuen gesetzlichen Förderung würde zu Überschneidungen und Doppelförderungen führen und ist daher weder fachlich noch fördersystematisch sinnvoll.

Die derzeit durch das Programm geförderten 337 Sprach-Fachkräfte (mit insgesamt 359 Sprach-Fachkraft-Stellenanteilen je 0,5 VZÄ) und 27 Sprach-Fachberatungen (mit insgesamt 29 Sprach-Fachberatung-Stellenanteilen je 0,5 VZÄ) leisten einen wichtigen Beitrag zur sprachlichen Bildung und Qualitätsentwicklung. Die Landesregierung berücksichtigt diese Erfahrungen bei der Weiterentwicklung der Förder- und Unterstützungsstrukturen. Die bisherigen Strukturen werden dabei nicht unverändert fortgeführt. Momentan profitieren von dem Programm Sprach-Kitas 337 von den insgesamt rd. 4500 Einrichtungen in Hessen, das sind 7,5 Prozent aller Kindertagesreinrichtungen.

Nach gegenwärtigem Stand sollen Träger von Einrichtungen mit besonderem Förderbedarf in der neuen Förderstruktur weiterhin berücksichtigt werden, so dass Ressourcen bedarfsgerecht eingesetzt werden können. Sobald möglich werden Berechnungsbeispiele in diesem FAQ ergänzt.

Ab Mitte 2027 soll die Förderung sprachlicher Bildung im Rahmen der Novellierung des Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuches (HKJGB) neu aufgestellt werden. Geplant ist, die bisher in befristeten Landesprogrammen bereitgestellten Mittel in die gesetzlich verankerte Betriebskostenförderung zu überführen. Parallel dazu wird ein ergänzendes Unterstützungssystem weiterentwickelt und kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Nein. Die für die bisherigen Landesprogramme bereitgestellten Mittel bleiben insgesamt erhalten und fließen in die Betriebskostenförderung ein. 

Mit der Überführung in die gesetzliche Betriebskostenförderung sollen verlässliche, transparente und dauerhaft angelegte Förderstrukturen geschaffen werden. Die Mittel werden künftig nach einheitlichen Kriterien verteilt, so dass grundsätzlich alle hessischen Kitas mit Sprachförderbedarfen von der Förderung profitieren können und damit mehr Fördergerechtigkeit entsteht.

Die unterschiedlichen Leistungen zur Sprachförderung, einschließlich der bisherigen Förderung der Sprach-Kitas, sollen künftig in einer gemeinsamen Förderstruktur zusammengeführt werden. Um zu ermöglichen, dass alle Einrichtungen mit Sprachförderbedarfen an der Förderung teilhaben können, kann es dazu kommen, dass einzelnen Einrichtungen künftig weniger Mittel zur Verfügung stehen als bisher. Insgesamt bleiben die Fördermittel jedoch erhalten.

Alle Kita-Träger sollen, wie üblich, zu Beginn des Jahres 2027 eine Abschlagszahlung auf Basis der Vorjahresförderung im Rahmen der Betriebskostenförderung erhalten. Nach Inkrafttreten der gesetzlichen Neuregelung und entsprechender Antragstellung erfolgt die Bewilligung und Auszahlung auf Grundlage der neuen Fördersystematik.

Mit der Gesamtstrategie verfolgt die Landesregierung das Ziel, sprachliche Bildung als integralen Bestandteil frühkindlicher Bildung in allen Kindertageseinrichtungen zu stärken. Sprachliche Bildung soll künftig noch stärker als Querschnittsaufgabe verstanden und mit Maßnahmen der Qualitätsentwicklung verbunden werden.

Die Strategie baut auf den Erfahrungen der Sprach-Kitas, bundesweiten Expertisen, den Ergebnissen der hessischen Studie „Landkarte Sprache“ sowie den Arbeitsergebnissen des Zukunftsforums zur sprachlichen Bildung und Förderung in der Kindertagesbetreuung auf.

Das ergänzende Unterstützungssystem umfasst die fachlichen Unterstützungs-, Beratungs- und Qualifizierungsangebote des Landes. Es ergänzt die gesetzliche Förderung und unterstützt Einrichtungen, Träger und Fachkräfte bei der Umsetzung sprachlicher Bildung und Qualitätsentwicklung.

Zu den Bausteinen des Unterstützungssystems gehören insbesondere die bestehenden BEP-Strukturen (www.bep-connect.de) das Kompetenzzentrum Kinder.Sprachen.Zukunft (www.kompetenzzentrum-sprache-hessen.de) sowie sechs weitere Fach- und Servicestellen des Landes mit vielen weiteren Beratungs-, Qualifizierungs- und Vernetzungsangeboten.  Alle Angebote werden kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Das Kompetenzzentrum Kinder.Sprachen.Zukunft ist ein Baustein des landesweiten Unterstützungssystems zur sprachlichen Bildung und Förderung in der frühen Kindheit.

Seit Februar 2026 hat das Kompetenzzentrum seine Arbeit aufgenommen. Es bündelt wissenschaftliche Erkenntnisse, Fortbildung, Beratung, Praxisbegleitung und Qualitätsentwicklung und macht diese Angebote landesweit zugänglich. Ziel ist es, ein tragfähiges, praxisgerechtes und wissenschaftlich fundiertes Gesamtkonzept für sprachliche Bildung und Förderung in Hessen weiterzuentwickeln.

Ab dem dritten Quartal 2026 sollen erste Unterstützungsangebote etabliert sein. Das Kompetenzzentrum stellt Trägern, Fachberatungen, Leitungskräften, Teams, Kindertagespflegepersonen und Eltern kostenfreie Beratungs-, Coaching-, Fortbildungs- und Informationsangebote zur Verfügung. Die Unterstützung soll dabei auch über Sprach-Coaches vor Ort erfolgen.

Die Landesregierung ist daran interessiert, die gewonnenen Erfahrungen und die aufgebaute Expertise langfristig zu sichern. Die bestehende Sprach-Kita-Plattform wird über das Kompetenzzentrum Kinder.Sprachen.Zukunft allen Akteuren in der Kindertagesbetreuung in Hessen kostenfrei zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus werden bewährte Ansätze, Materialien und Praxiserfahrungen gesichert, weiterentwickelt und landesweit zugänglich gemacht. Flankierend wird der Übergang in nachhaltige Strukturen fachlich begleitet. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Programm werden im Rahmen einer Bilanzveranstaltung gewürdigt und in einer begleitenden Broschüre dokumentiert. So werden bewährte Ansätze und Gelingensbedingungen sichtbar und allen Interessierten zugänglich gemacht. Ziel ist es, erfolgreiche Elemente des Programms dauerhaft im pädagogischen Alltag zu verankern und die gewonnenen Erkenntnisse für die Praxis zu sichern.

Was bedeutet die Überführung des Landesprogramms in die Betriebskostenförderung für die bisherige Einzelförderung und die Fortbildungsmittel?

Mit dem Auslaufen des Landesprogramms „Sprachförderung bei Kindern im Kindergartenalter“ zum 31. Dezember 2026 werden die bisherige Einzelförderung sowie die im Rahmen des Programms bereitgestellten Fortbildungsmittel in ihrer bisherigen Form nicht fortgeführt. Die finanziellen Mittel stehen jedoch weiter für den Bereich der sprachlichen Bildung und Förderung zur Verfügung.

Die damit verfolgten Ziele werden weiterhin berücksichtigt. Die entsprechenden Förderziele werden künftig auf unterschiedlichen Wegen abgebildet. Träger, bei denen nach der neuen Fördersystematik entsprechende Förderbedarfe berücksichtigt werden, können die Mittel im Rahmen der Betriebskostenförderung flexibel und bedarfsgerecht einsetzen – beispielsweise für Personal, externe Angebote oder Materialien.

Das Land stellt sicher, dass Fortbildungs-, Qualifizierungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote zur Verfügung stehen. So wird künftig insbesondere über das Kompetenzzentrum Kinder.Sprachen.Zukunft ein umfängliches Angebot verfügbar sein. Auch die BEP-Fortbildungsangebote können weiterhin kostenfrei genutzt werden. Ziel ist es, sprachliche Bildung dauerhaft im pädagogischen Alltag zu verankern und gleichzeitig verlässliche Unterstützungsangebote für Einrichtungen und Fachkräfte bereitzustellen.

Ja. Ziel der Neuausrichtung ist es, sprachliche Bildung breiter in der Kindertagesbetreuung in Hessen zu verankern und damit mehr Einrichtungen zu erreichen als bisher. Sprachliche Bildung und Förderung soll als Aufgabe aller Kindertageseinrichtungen gestärkt werden.

Ja. Auch künftig sollen Einrichtungen in besonders herausfordernden Lagen sowie Einrichtungen mit besonderem Unterstützungsbedarf gezielt gefördert werden. Die Landesregierung verfolgt dabei das Ziel, Unterstützung für alle Einrichtungen mit zusätzlichen Hilfen dort zu verbinden, wo besondere Bedarfe bestehen. Gleichzeitig soll auch die Fachberatungsförderung ausgebaut und erhöht werden. 

Die konkrete Ausgestaltung der gesetzlichen Regelungen wird derzeit im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens weiter konkretisiert. Dabei fließen die Ergebnisse der Anhörungen sowie die Rückmeldungen der beteiligten Akteure ein. Sobald die Beratungen abgeschlossen sind, werden alle Träger über die neue Förderstruktur informiert.

Der vorliegende FAQ-Katalog wird fortlaufend aktualisiert, sowie neue Informationen vorliegen.

Darüber hinaus werden in der zweiten Jahreshälfte 2026 Informationsveranstaltungen zur Gesamtstrategie „Starke Sprache, alle Kitas“ für die Zielgruppen Träger von Kindertageseinrichtungen sowie Fachberatungen und Leitungskräfte seitens des HMSI angeboten. Termine werden im September unter: www.bep-connect.de/veranstaltungen/Öffnet sich in einem neuen Fenster veröffentlicht.

Am 1. Februar 2026 wurde mit dem Aufbau des Kompetenzzentrums Kinder.Sprachen-Zukunft für sprachliche Bildung und Förderung in der frühen Kindheit begonnen. Ziel ist die Entwicklung eines tragfähigen, praxisgerecht umsetzbaren und wissenschaftlich fundierten Gesamtkonzepts zur Sprachbildung und Sprachförderung in Hessen. Dieses baut auf dem Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen (BEP) auf und verbindet ihn mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur frühen Sprachentwicklung, Mehrsprachigkeit, Medienbildung und Inklusion Pressemitteilung zum Thema

Das Angebot richtet sich an Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegepersonen, Fachberatungen, Träger sowie Eltern. Ziel ist es, allen Kindern – unabhängig von sprachlicher Herkunft oder individuellen Entwicklungsbedingungen – echte Chancen auf umfassende gesellschaftliche Teilhabe zu eröffnen.

Das Kompetenzzentrum bündelt wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse zu wirksamen Sprachfördermaßnahmen, unter anderem im Bereich digitaler Medien, Mehrsprachigkeit sowie KI-gestützter Beratung. Diese werden adressatengerecht aufbereitet und durch qualitätsgesicherte Fortbildungsangebote, digitale Lernressourcen sowie medienpädagogische Konzeptentwicklung ergänzt.

Kooperative Netzwerke werden strukturell verankert, um den Wissenstransfer landesweit zu sichern und die Praxisanbindung zu ermöglichen. Damit entsteht ein zentraler Knotenpunkt für nachhaltige Professionalisierung und Qualitätsentwicklung im Bereich der sprachlichen Bildung in Hessen.

Träger des Kompetenzzentrums ist ein fachlich hochqualifiziertes Konsortium aus der Arbeitsgruppe Inklusive Pädagogik und dem Zentrum für Informations- und Medientechnologie (ZIM) an der Universität Paderborn unter der Leitung von Prof. Dr. Timm Albers sowie der Qualität in Kitas Online-Akademie GmbH (QiK OnlineAkademie) mit der Geschäftsführerin Marion Lepold.

Prof. Dr. Albers zählt bundesweit zu den führenden Wissenschaftlern im Bereich der sprachlichen Bildung in der frühen Kindheit. Marion Lepold bringt ausgewiesene Expertise in der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung sowie in der digitalen Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte ein und ist bundesweit eng mit Praxis und Trägerlandschaft vernetzt.

Die Hauptgeschäftsstelle des Kompetenzzentrums ist in der Landeshauptstadt Wiesbaden verortet. Eine Auftaktveranstaltung hat am 9. Juni 2026 stattgefunden.

Mit „Kinder.Sprachen.Zukunft“ setzt Hessen ein starkes Zeichen für Bildungsgerechtigkeit, Qualität und Innovation in der frühen Kindheit.

Weitergehende Informationen finden Sie auf der Internetseite KompetenzzentrumÖffnet sich in einem neuen Fenster

Die Träger von Kindertageseinrichtungen können, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, folgende Förderung erhalten:

Die sogenannte Schwerpunkt-Kita-Pauschale nach §32 Abs. 4 Hessisches Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch (HKJGB) erhalten Kindertageseinrichtungen, in denen ein Mindestanteil von Kindern, in deren Familie vorwiegend nicht deutsch gesprochen wird oder aus Familien, für die einkommensabhängige Leistungen Dritter an den Träger der Tageseinrichtung erbracht werden, betreut wird. Diese Mittel können u.a. für die Unterstützung der Sprachförderung der Kinder in der Tageseinrichtung eingesetzt werden. Zusätzlich erhält der Einrichtungsträger nach §32b Abs. 2 HKJGB auch eine Pauschale für eine Fachberatung, die zur Umsetzung der Maßnahmen berät. (Link zur Förderung HKJGB)

Mit dem Landesprogramm "Sprachförderung für Kinder im Kindergartenalter"Öffnet sich in einem neuen Fenster sollen insbesondere Kinder mit besonderem Sprachförderbedarf unterstützt werden.

Aus dem Programm werden zwei Schwerpunkte gefördert:

  • Maßnahmen zur Unterstützung der sprachlichen Bildung und Entwicklung von Kindern mit besonderem Sprachförderbedarf und
  • Fortbildungen für Fachkräfte und sonstige für die Sprachförderung geeignete Personen

 

Das Landesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ fördert die bis zur Einstellung des Bundesprogramms Sprach-Kitas am 30. Juni 2023 geförderten (Sprach-)Fachkraftstellen und (Sprach-)Fachberatungen vom 1.7.2023-31.12.2026 in Form einer Bestandssicherung weiter. Das Programm ergänzt die bestehende Landesförderung für Sprachbildung und -förderung und richtet sich an Kitas, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit sprachlichem Förderbedarf besucht werden.

Die Kita-Teams werden durch zusätzliche (Sprach-)Fachkräfte mit Expertise im Bereich der sprachlichen Bildung verstärkt, die direkt in der Kita tätig sind.

Sie beraten, begleiten und unterstützen die Kita-Teams bei der Weiterentwicklung der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung und der Umsetzung in den Kita-Alltag und auch zu den Themen inklusive Pädagogik, die Zusammenarbeit mit Familien und den Einsatz digitaler Medien sowie der Integration medienpädagogischer Fragestellungen in die sprachliche Bildung. Zusätzlich finanziert das Programm eine zusätzliche Fachberatung, die die Qualitätsentwicklung in den Sprach-Kitas kontinuierlich und prozessbegleitend unterstützt.

Das Land unterstützt alle hessischen Kindertageseinrichtungen durch den Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren (BEP) mit Fortbildungsangeboten - auch zur sprachlichen Bildung-, die allen Fachkräften kostenfrei zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen dazu finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster

Modellprojekte unterstützen die fachliche Weiterentwicklung. Neue Erkenntnisse der Wissenschaft und innovative Ansätze werden erprobt, weiterentwickelt und tragen zur Qualitätsentwicklung in der Praxis bei.

  • Modellprojekt „Landkarte Sprachlicher Bildung“
    Von 2020-2023 hat die Pädagogische Hochschule Heidelberg in Kooperation mit der Katholischen Stiftungshochschule München im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales das Vorhaben „Landkarte sprachlicher Bildung und Förderung – Vielfalt sichtbar machen“ in einer zweiteiligen Studie umgesetzt. In einer ersten Projektphase wurde in einer trägerübergreifenden Befragung untersucht, welche Ansätze der sprachlichen Bildung und Förderung in Kindertagesstätten favorisiert und unter welchen Bedingungen umgesetzt werden. In der zweiten Projektphase wurden in einer Vertiefungsstudie die Gelingensbedingungen erforscht, die für qualitativ hochwertige Sprachförderung benötigt werden und wie sich diese verbessern lassen. Die Ergebnisse werden in allen weiteren Prozessen zur Entwicklung eines zukunftsfähigen Sprachförderkonzepts auf der Grundlage des Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder von null bis zehn Jahren in Hessen (BEP) berücksichtigt. 
    Weitere Informationen dazu finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Am 17. und 18. Juni 2024 hat das HMSI erstmalig ein digitales Zukunftsforum Sprachbildung und -förderung in der frühkindlichen Bildung in Hessen durchgeführt mit dem Ziel herauszufinden, wie ein zukunftsfähiges Konzept für sprachliche Bildung und Sprachförderung auf Basis des Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder von null bis zehn Jahren in Hessen (BEP) für hessische Kitas aussehen kann.

Gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft und Praxis sollten im Rahmen des Zukunftsforums die Erkenntnisse aus der hessischen Studie zur Landkarte Sprache, aus dem Programm Sprach-Kitas sowie die bundesweiten Expertisen und die Praxiserfahrungen der Fachkräfte in Hessen zusammengeführt werden. Daran anschließend wurden Ideen gesammelt, die die künftige Entwicklung eines zukunftsfähigen Sprachförderkonzeptes befördern. Es sollten hessenspezifische Voraussetzungen berücksichtigt, Anreize gesetzt und perspektivisch Maßnahmen gebündelt werden, um die Sprachkompetenzen von Kindern individuell und bedarfsorientiert zu fördern.

Das Zukunftsforum hat erstmals und bundesweit einmalig die gelebte Vielfalt der Ansätze, Projekte und Programme zusammengeführt, um ein zukunftsfähiges Sprachförderkonzept zu entwickeln. Auf Basis der Erkenntnisse wird nun in den entsprechenden Gremien und Projekten weitergearbeitet.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://zukunftsforum-sprache.de/Öffnet sich in einem neuen Fenster

Veranstaltungshinweise

Bereits seit 2006 nehmen Mitglieder der Hessischen Landesregierung im November am Bundesweiten Vorlesetag teil. Die Besuche werden vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration organisiert. Initiiert wird er Aktionstag von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung. Der Aktionstag setzt ein öffentliches Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens und begeistert Kinder und Erwachsene für Geschichten.

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