Die Landesregierung engagiert sich für politische Bildung und gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen. Unter anderem das Aktionsprogramm „Jugend macht Politik – Partizipation ermöglichen“ ermöglicht mit einem Volumen von insgesamt rund 1,4 Millionen Euro Aktivitäten in der außerschulischen Jugendbildung. Im Rahmen des Programms hat Sozialministerin Heike Hofmann am Montag einen Bescheid über rund 120.000 Euro für das Projekt „Demokratie beginnt mit uns! Neue Wege der Jugendbeteiligung in Pfungstadt“ an die Stadt Pfungstadt übergeben. Bürgermeister Max Schimmel nahm den Fördernachweis für die Kommune in Empfang.
„Kinder und Jugendliche wollen mitgestalten – und wir geben ihnen dafür Raum, Werkzeuge und unsere Unterstützung“, sagte Hofmann. „Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche und wachsender Herausforderungen ist für mich entscheidend, dass junge Menschen demokratische Prozesse erleben, mitgestalten und reflektieren können – so wie hier in Pfungstadt“, führte die Ministerin aus.
Analoge wie digitale Mitsprachemöglichkeiten schaffen
Ziel des Pfungstädter Projekts ist, die politische und gesellschaftliche Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zu stärken. Der Schwerpunkt liegt dabei auf 10- bis 18-Jährigen. Dafür sollen Formate zur Beteiligung entwickelt werden, die sowohl analog und aufsuchend als auch digital funktionieren und einen niedrigschwelligen Zugang bieten. So sollen junge Menschen vor Ort aktiv an Entscheidungen mitwirken und ihre Anliegen einbringen können. Dafür ist u.a. vorgesehen, einen selbstverwalteten Jugendtreff und selbstorganisierte Projektgruppen in den Jugendräumen zu etablieren.
Die aktuelle Förderperiode des Landesprogramms läuft vom 1. Juli 2026 bis zum 31. Dezember 2028. Damit setzt die Landesregierung auch ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag um: die Stärkung der Kinderrechte sowie den Punkt, junge Menschen zu aktiver Teilhabe an der Gesellschaft zu befähigen.
„Wir möchten, dass junge Menschen erleben: Meine Stimme zählt! Meine Meinung ist wichtig! Und ich kann etwas verändern. Das ist der Kern unserer Demokratie – und dafür lohnt es sich, weiter zu investieren“, so Sozialministerin Hofmann.