Sozialministerin Hofmann übergibt Förderbescheide für Projekte gegen Wohnungslosigkeit an Stadt Frankfurt.

Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales

Schutzort für besonders vulnerable Gruppen

Sozialministerin Hofmann übergibt Förderbescheide für Projekte gegen Wohnungslosigkeit an Stadt Frankfurt.

Mit einem Maßnahmenpaket für präventive und akute Angebote geht die Hessische Landesregierung den Kampf gegen Wohnungs- und Obdachlosigkeit an. Sozialministerin Heike Hofmann hat der Stadt Frankfurt am Main am Dienstag zwei Förderbescheide für Projekte aus dem Paket übergeben. Die Förderung gilt zum einen für einen geschützten Tagesaufenthalt mit Ruhebereich für obdachlose Frauen und zum anderen für aufsuchende Sozialarbeit. Das Sozialministerium fördert beide Projekte bis Ende 2028 mit insgesamt knapp 900.000 Euro. Nanine Delmas, Leiterin des Jugend- und Sozialamts, nahm die Bescheide stellvertretend für die Stadt entgegen.

„Obdachlose Frauen sind eine in hohem Maße vulnerable und schutzbedürftige Gruppe. Ich freue mich sehr, dass wir hier in Frankfurt dieses Modellprojekt auf den Weg bringen. Mit dem geschützten Aufenthaltsbereich stabilisieren wir die Lebenssituation wohnungs- und obdachloser Frauen, bauen Vertrauen auf und können so dafür sorgen, dass die Frauen Schritt für Schritt neue Perspektiven entwickeln können, um den Weg aus der Wohnungslosigkeit heraus zu schaffen“, sagte die Ministerin bei der Übergabe. Obdachlose Frauen unterlägen einem besonders hohen Risiko für Gewalterfahrungen, so die Ministerin weiter. Gemischte Notunterkünfte seien für sie aus Sicherheitsgründen nicht immer ein geeigneter Anlaufpunkt.

„Deshalb ist es so wichtig, dass wir mit diesem Projekt einen Raum schaffen, der zuverlässig Sicherheit und Schutz bietet“, sagte Ministerin Hofmann. In den Jahren 2026 bis 2028 fördert das Sozialministerium das von der Caritas durchgeführte Projekt mit 146.450 Euro jährlich.

Aufsuchende Sozialarbeit

Das Projekt der aufsuchenden Sozialarbeit richtet sich an Menschen, die obdachlos im offenen Raum leben. „Mit diesem Angebot erreichen wir Betroffene niedrigschwellig und sorgen dafür, dass sie die bestehenden Hilfsangebote nutzen können. Obdachlose Menschen haben nicht selten mit multiplen Krisen zu kämpfen. Mit dem Streetwork-Ansatz wollen wir erreichen, dass wir die Personen in die sozialen und gesundheitlichen Versorgungssysteme integrieren und ihnen damit bessere Chancen schaffen, eigenen Wohnraum zu finden“, erklärte Hofmann. Das Projekt der Stadt Frankfurt wird vom Sozialministerium bis 2028 mit jährlich 150.000 Euro gefördert.

„Damit unsere Ansätze erfolgreich sein können, benötigen wir engagierte Partnerinnen und Partner vor Ort: Deshalb gilt mein großer Dank allen, die die Projekte auf den Weg gebracht haben und nun mit Leben füllen, insbesondere den Verantwortlichen der Stadt Frankfurt und der Caritas. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag dazu, dass aus dem Anspruch auf Unterstützung konkrete Hilfe und neue Perspektiven werden. Für die Umsetzung wünsche ich allen viel Erfolg“, so Ministerin Hofmann abschließend.

Hintergrund: Die 15 Modellprojekte gegen Wohnungslosigkeit in Hessen

Das Land fördert hessenweit 15 Modellprojekte zur Prävention und Bekämpfung von Wohnungslosigkeit. Ziel ist, Wohnungsverlust möglichst früh zu verhindern, Wege in dauerhaftes Wohnen zu eröffnen und die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen zu verbessern. Für die Projekte stellt das Land Hessen im Zeitraum 2026 bis 2028 insgesamt mehr als 6,1 Millionen Euro bereit. 

Gefördert werden sechs Fachstellen zur Wohnraumsicherung, die bei Mietschulden, Kündigungen und Konflikten im Mietverhältnis beraten und die Wohnungsverlust möglichst früh verhindern sollen. Zudem sechs Housing-First-Projekte, die wohnungslose Menschen dabei unterstützen, Zugang zu dauerhaftem Wohnraum zu erlangen. Die eigene Wohnung steht dabei am Anfang des Hilfeprozesses. Letztlich werden auch zwei Projekte zum Schnittstellenmanagement gefördert, die die Zusammenarbeit an wichtigen Übergängen optimieren, etwa aus Kliniken, Einrichtungen oder dem Justizvollzug sowie ein Projekt für wohnungslose Frauen in Frankfurt am Main. 

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Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales

Matthias Schmidt

Matthias Schmidt

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