Bewerbung um Frauenpreis Lohngleichheit

Der Hessische Frauenpreis Lohngleichheit wird 2021/22 erstmals vergeben.

Lesedauer:1 Minute

Hessischer Frauenpreis für Lohngleichheit 2021/22

Gleichberechtigung, Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit in allen gesellschaftlichen Bereichen zu verwirklichen, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und ein zentrales Ziel für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Die Hessische Landesregierung arbeitet schon seit Langem daran, die bestehenden Lohnlücken zu verringern und Frauen am Arbeitsmarkt gezielt zu unterstützen. Der Frauenpreis für Lohngleichheit ist dabei ein weiterer Baustein auf dem Weg zur Entgeltgleichheit. Mit der Auszeichnung machen wir Unternehmen, Betriebe, Vereine und Institutionen sichtbar, die sich aktiv und erfolgreich für die Lohngleichheit von Frauen und Männern und damit beispielhaft für Gleichberechtigung einsetzen.

Die Preisträgerinnen und Preisträger werden mit dieser Auszeichnung für ihr Engagement belohnt und im Rahmen einer Veranstaltung öffentlichkeitswirksam geehrt.

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Hessischen Frauenpreises Lohngleichheit können öffentlich mit der Auszeichnung werben.

Das Preisgeld beträgt 10.000 Euro.

Ausgeschrieben vom

Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
Stabsstelle Frauenpolitik
Postfach 31 40
65021 Wiesbaden

Die erforderlichen Angaben und Anlagen sind postalisch oder per Scan einzureichen an: frauenpreis-lohngleichheit@hsm.hessen.de

Kontakt für Rückfragen: frauenpreis-lohngleichheit@hsm.hessen.de

Bewerbungsschluss ist der 2. Mai 2022 (für die Fristverwahrung gilt das Eingangsdatum)

Weitere Informationen unter https://soziales.hessen.de/Frauen/Frauenpreis-Lohngleichheit

Voraussetzungen für eine Bewerbung:

  1. Für den Hessischen Frauenpreis für Lohngleichheit können sich Unternehmen, Betriebe, Vereine oder Institutionen mit Haupt- oder Nebensitz in Hessen (Hessenbezug) selbst vorschlagen (Eigenbewerbung) oder vorgeschlagen werden (Nominierung).
  2. In dem Unternehmen/Betrieb/Verein/der Institution liegt ein strukturierter Prozess vor, der die Entgeltgleichheit von Frauen und Männern herstellt. Das heißt, in dem Unternehmen/Betrieb/Verein/der Institution ist ein Projekt / eine Maßnahme zur Umsetzung der Lohngleichheit von Frauen und Männern durchgeführt worden. Unternehmen, Betriebe, Vereine und Institutionen, die erst am Anfang stehen bzw. die Durchführung eines solchen Vorhabens planen, erfüllen diese Voraussetzung nicht. Der alleinige Verweis auf Anwendung eines Tarifvertrags oder ähnliches ist kein ausreichendes Merkmal.
  3. Um die Maßnahme bzw. das Projekt beurteilen zu können, ist die Darstellung der nachfolgenden Faktoren notwendig:


a) Ist eine Bestandsaufnahme der Beschäftigten durchgeführt worden, die Daten über die Verteilung der Geschlechter, Gehälter, Funktionen, Tätigkeiten, Arbeitsumfang (Vollzeit/Teilzeit), Karrierewege und ggf. über Bereiche enthält, in denen hauptsächlich Frauen oder Männer tätig sind?

b) Wurde eine systematische, idealerweise extern durchgeführte Prüfung der angewandten Lohn- und Vergütungspraxis durchgeführt, um mögliche geschlechtsspezifische Ungleichheiten festzustellen? Sind in der Analyse besonders die Arbeitsbewertungen von Bereichen, in denen vor allem Frauen oder Männer tätig sind und die daraus abgeleiteten Einstufungspraktiken berücksichtigt worden? Wurden die Aufstiegsmöglichkeiten von Frauen und Männern hinsichtlich der erreichten Entgelte sowie der zugrunde gelegten Arbeitsbewertungen und Einstufungspraktiken einbezogen? Wurden darüber hinaus außerbetriebliche Erfahrungszeiten bei Einstufungen berücksichtigt? Wurden gängige Instrumente wie beispielsweise Logib-D, eg-check.de, Island-Standard, Gleichstellungscheck für KMU oder unter FPI Tool Compass aufgeführte angewandt?

Weitere Informationen hierzu finden Sie auf https://soziales.hessen.de/Frauen/Frauenpreis-Lohngleichheit unter dem Punkt „Weitergehende Informationen über Lohn(un)gleichheit“.

c) Sind bei dieser Analyse in dem Unternehmen/Betrieb/Verein/der Institution geschlechtsspezifische Entgeltunterschiede hinsichtlich gleichwertiger Tätigkeiten und hinsichtlich der Unterschiede in den Aufstiegsmöglichkeiten von Frauen und Männern erkannt worden? Wurden im Anschluss systematische Veränderungen vorgenommen? Wenn ja, um welche handelte es sich? Wie wurden diese umgesetzt? Wurden deren Wirkungen erfasst? Welche Erkenntnisse wurden aus dem Vorgehen gewonnen? Ist eine kontinuierliche Überprüfung vorgesehen, falls ja, in welcher Form soll diese erfolgen? Erfolgte im Anschluss eine Anpassung bzw. Verbesserung der vorhandenen Entgeltunterschiede? Falls nicht, ist eine Begründung erforderlich.

d) Wurden weitere begleitende Maßnahmen eingeführt und laufend umgesetzt? (So z.B. Mentoring, Sensibilisierung für Geschlechterstereotypen, Unterstützung bei Kinderbetreuung, Pflege, mobiles Arbeiten). Sind die Erkenntnisse aus der Prüfung auch angewandt worden? (Wie z.B. in Bezug auf Beförderungen, Stellenausschreibungen und Personalentwicklung, flexible Arbeitszeitgestaltung, Informationen zur Lohnzusammensetzung, Einrichtung einer Beschwerdestelle nach § 13 AGG).

e) Wird der gesamte Prozess von der Geschäftsführung/Vorstand maßgeblich initiiert und/oder mitgetragen (Top-Down-Ansatz)? Wer ist für die Umsetzung zuständig?

f) Wird im Anschluss an das Projekt fortlaufend ein regelmäßiges Monitoring/Evaluierung durchgeführt und bei Bedarf entsprechend reagiert?

Einzureichende Unterlagen:

  1. Bezeichnung des Unternehmens/Betriebs/Vereins/der Institution sowie Ausführungen zu dem Bezug zu Hessen
  2. Angaben/Kontaktdaten (Adresse, Telefonnummer, Mailadresse) zu dem Unternehmen/Betrieb/Verein/der Institution
  3. Im Falle einer Nominierung zusätzlich die Angaben/Kontaktdaten der/des Vorschlagenden
  4. Bitte beschreiben Sie, weshalb Sie das vorgenannte Unternehmen, den vorgenannten Betrieb, Verein oder die Institution für den Hessischen Frauenpreis für Lohngleichheit nominieren.
  5. Der Vorschlag bzw. die Eigenbewerbung hat aussagekräftige Angaben zu den oben unter dem Punkt „Voraussetzungen für eine Bewerbung“ aufgeführten Kriterien zu enthalten. Es ist zu allen Kriterien eine Angabe zu machen. Dies beinhaltet zum Beispiel den Anteil an Vollzeit- und Teilzeitstellen.
  6. ggf. zusätzliche Angaben und Unterlagen zum Unternehmen/Betrieb/Verein/zur Institution
  7. Zustimmung zur Datenverarbeitung

Zustimmung Datenverarbeitung

Ja, ich/wir willige/n hiermit in die zu dem Zweck der Preisverleihung für den Hessischen Frauenpreis Lohngleichheit erforderliche Verarbeitung meiner/unserer personenbezogenen Daten (Name, Adresse, Telefonnummer, Email-Adresse) ein. Alle für den Hessischen Frauenpreis Lohngleichheit eingereichten Angaben werden vertraulich behandelt und ausschließlich zum Zweck der Ermittlung der ausgezeichneten Unternehmen, Betriebe, Vereine und Institutionen verarbeitet und gespeichert. Die Beschäftigten des Ministeriums dürfen mich/uns für Rückfragen im Zusammenhang der Preisverleihung kontaktieren. Mein/unser Einverständnis kann ich/können wir jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration widerrufen.

Die preistragenden Unternehmen, Betriebe, Vereine, Institutionen erklären sich damit einverstanden in der Berichterstattung über diesen Preis seitens des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration erwähnt zu werden. Dies betrifft u.a. Print, die Internetseite und Social-Media-Kanäle des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration sowie in diesem Zusammenhang entstandene Fotos und ggf. Filmaufnahmen im Rahmen der Berichterstattung zur Verleihung des Hessischen Frauenpreises Lohngleichheit.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Datum, Unterschrift

Hinweis

Falls keine oder zu wenige adäquate Vorschläge eingereicht werden, die den vorgenannten formalen und inhaltlichen Kriterien entsprechen, behält sich das Hessische Ministerium für Soziales und Integration vor, den Hessischen Frauenpreis Lohngleichheit nicht zu vergeben.

Sofern Sie möchten, können Sie dem Bewerbungsformular auch noch weitere Anlagen (z. B. Zertifizierungen, Übersichten, Dokumentationen in Form von Fotos, Zeitungsartikeln, Berichten) beifügen.

Bitte beachten Sie dabei, dass eine Rücksendung der Unterlagen nach Abschluss des Auswahlverfahrens nicht erfolgt. Reichen Sie deshalb bitte alle Unterlagen nur in Kopie ein und keine Originale.

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