Jugendliche demonstrieren

Jugendaktionsprogramme

Zwischen Einbringen und Ausprobieren – Beteiligung und (Frei-)räume für Partizipation und Demokratie

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Aktionsprogramme zur Förderung der Jugendpartizipation

Seit dem Jahr 2000 fördert das Land Hessen die politische und gesellschaftliche Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Jugendaktionsprogrammen. Die mehrjährigen Programme bieten jungen Menschen die Möglichkeit, das eigene Lebensumfeld aktiv und kreativ mitzugestalten und vielfältige Partizipationserfahrungen zu sammeln. Durch die Aktionsprogramme wird der Anspruch auf Beteiligung und Teilhabe junger Menschen an Politik und Gesellschaft umgesetzt und die Herausbildung eines demokratischen Selbstverständnisses durch möglichst innovative Ansätze gestärkt.

Rechtliche Grundlage der Förderung ist § 39 Abs. 2 Hessisches Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch. Die Aktionsprogramme sind somit fester Bestandteil der gesetzlich vorgesehenen Förderung der außerschulischen Jugendbildung in Hessen. Das Besondere an diesem Angebot ist, dass durch sogenannte „Experimentalmittel“ neue Wege in der außerschulischen Jugendbildung erprobt werden können. Dieser Erprobungsprozess wird im Rahmen der Programme wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

In den Jahren 2017-2019 fand das Jugendaktionsprogramm „Gemeinsam Zukunft gestalten – 20 Partizipationsprojekte für Hessen“ statt. Das neue Jugendaktionsprogramm Partizipation wird von Januar 2021 bis Dezember 2024 wird mit bis zu 1.200.000 Euro vom Land Hessen gefördert. Die Antragsfrist ist im Mai 2021 abgelaufen.

Zwischen Einbringen und Ausprobieren – Beteiligung und (Frei-)räume für Partizipation und Demokratie

Mit dem neuen Jugendaktionsprogramm sollen zentrale Themen in der aktuellen jugendpolitischen Diskussion angesprochen werden. Junge Menschen benötigen sowohl zeitliche und intellektuelle Freiräume als auch Lern- und Erfahrungsräume für ihre persönliche Entwicklung, um sich mit dem Gemeinwesen und seinen Institutionen identifizieren zu können; Räumlichkeiten und Orte, in denen diese Partizipationsprozesse stattfinden können – sei es tatsächliche oder auch digitale bzw. virtuelle Räume; Möglichkeits- und Gestaltungsräume, in denen Vielfalt gelebt und Inklusion erlebt werden kann; Räume für die Übernahme von Verantwortung, zum Erlernen von Aushandlungsprozessen sowie zur Artikulation von Interessen, Ideen und Positionen, um in eine demokratische Gesellschaft hineinzuwachsen.

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