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Landespreis Beschäftigung und Integration schwerbehinderter

Der Landespreis ist eine Auszeichnung für die beispielhafte Beschäftigung und Integration schwerbehinderter Menschen. Seit 2006 wird er an privatwirtschaftliche Unternehmen vergeben, die mehr schwerbehinderte Menschen fördern, als das Gesetz vorgibt.

Das Sozialgesetzbuch verpflichtet private und öffentliche Arbeitgeber schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Für Unternehmen mit weniger als 60 Arbeitsplätzen gelten erleichterte Bestimmungen bei der Erfüllung der Beschäftigungsquote. Zahlreiche Arbeitgeber sind sich dieser sozialen Verantwortung bewusst und verknüpfen sie mit den wirtschaftlichen Interessen ihrer Unternehmen. Diese positiven Beispiele sollen mehr in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden.

Der mit 3000 Euro dotierte Preis soll dazu beitragen, dass dieses besondere Engagement gewürdigt und öffentlich bekannt gemacht wird. Hierfür erhält das Unternehmen den Geldpreis und die Berechtigung sich öffentlich für drei Jahre auf die Auszeichnung, beispielsweise in Werbemaßnahmen, berufen zu können.

Möchte sich Ihr Unternehmen für den Preis bewerben oder kennen Sie ein Unternehmen, dass dieses Engagement aufweist, dann freuen wir uns über Ihren Vorschlag. Bewerbungen sind bis zum 30. Juni möglich.

Sie können sich online (link) bewerben oder die Formulare für die Bewerbung anfordern unter landespreis-beschaeftigung@hsm.hessen.de

Im Rahmen der jährlichen Vergabe des Landespreises für die beispielhafte Beschäftigung schwerbehinderter Menschen kann ein Anerkennungspreis für Inklusionsbetriebe vergeben werden. Deren besonderes soziales Engagement wird mit einem Sachpreis gewürdigt. Hessische anerkannte Inklusionsbetriebe im Sinne des § 215 SGB IX können sich bewerben und ihre besonderen betrieblichen Maßnahmen zur Teilhabe von schwerbehinderten Menschen am Arbeitsleben darstellen. Die Anforderungen für eine Preisvergabe werden jährlich einen anderen Schwerpunkt haben. Beispielsweise das Vorhalten und Besetzen von Ausbildungsplätzen für schwerbehinderte Menschen oder besondere Maßnahmen zur Beschäftigung/Gewinnung von Menschen mit multiplen Vermittlungshemmnissen.

Die Bewerbungsunterlagen fragen Sie bitte unter landespreis-beschaeftigung@hsm.hessen.de an. Bewerbungen sind bis zum 30. Juni möglich.

Details zum Landespreis

Hessischer Landespreis für die beispielhafte Beschäftigung und Integration schwerbehinderter Menschen

Der Landespreis soll dazu beitragen, dass vorbildliche Beispiele für die gelungene berufliche Integration von schwerbehinderten Menschen bekannt werden.
Viele Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in Hessen sind sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst und verknüpfen sie mit den wirtschaftlichen Interessen ihrer Unternehmen. Diese positiven Beispiele sollen in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden, um Vorbild für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zu sein.
Die Auszeichnung soll die vielen Erfolgsbeispiele von Inklusion sichtbar machen und für die Preisträger eine Anerkennung ihres Engagements ausdrücken. Prämiert werden vorbildliche Beispiele der Inklusion in Ausbildung und Beschäftigung. Hierzu gehören auch beispielgebende Maßnahmen zur Weiterbeschäftigung und Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit von Menschen mit einer Schwerbehinderung.

Bewerben können sich Arbeitgeber/innen der Privatwirtschaft aus allen Wirtschaftsbereichen mit Haupt- oder Nebensitz in Hessen, die:

  • ihre Beschäftigungspflicht erfüllen oder
  • nicht der Beschäftigungspflicht unterliegen, aber trotzdem schwerbehinderte Menschen beschäftigen.

Voraussetzung ist, dass Arbeitgeber/-innen nach den Regeln des Handels- und Gesellschaftsrechts buchführungspflichtig sind, eine erwerbswirtschaftliche Zielsetzung verfolgen und daher Gewinne und Verluste ausweisen müssen. Ein gemeinnütziger Status schränkt die erwerbswirtschaftliche Orientierung des Unternehmens nicht automatisch ein.
Vom Bewerbungsverfahren ausgeschlossen sind Inklusionsunternehmen nach § 215 SGB IX; Werkstätten für behinderte Menschen, Kirchen und andere Glaubensgemeinschaften, Politische Parteien, Gewerkschaften sowie Betriebe, die überwiegend in deren Trägerschaft stehen und nicht vorsteuerabzugsfähig sind.
Der Unternehmenszweck darf nicht ausschließlich zur Ausübung hoheitlicher Tätigkeiten dienen. Somit können auch Dienststellen des öffentlichen Rechts nicht am Bewerbungsverfahren teilnehmen.
Insgesamt werden drei Unternehmen mit dem Landespreis ausgezeichnet.
Eine erneute Bewerbung ist frühestens nach Ablauf von drei Jahren möglich.

Für die Beurteilung der Vergabe des Preises werden insbesondere nachstehende Maßstäbe herangezogen:

  • Erfolgsbeispiele bei der Schaffung und/oder Besetzung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen mit schwerbehinderten Menschen
  • Vorliegen einer Unternehmensphilosophie mit Aussagen zur Inklusion schwerbehinderter Menschen im Arbeitsleben und damit verbundene
  • vorzeigbare Eingliederungsbeispiele, die die Integrations- bzw. Inklusionspolitik des Unternehmens im Sinne einer Vorbildfunktion verdeutlichen.
  • Erfolgsbeispiele bei der Weiterbeschäftigung leistungsgewandelter Beschäftigter
  • Vorliegen von innovativen Ansätzen zur nachhaltigen Verbesserung der Arbeitssituation schwerbehinderter Menschen im Unternehmen, auch in Zusammenarbeit mit den Trägern der Arbeitsvermittlung und dem Integrationsamt
  • Vorliegen innerbetrieblicher Konzepte und Maßnahmen zum Abbau von Barrieren und zur Förderung der Beschäftigung schwerbehinderter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (z. B. Aktions-/Maßnahmeplan)

Die Auszeichnung nimmt der Hessische Minister für Soziales und Integration aufgrund der Auswahl einer Jury, die aus den Mitgliedern des Beratenden Ausschusses bei dem Integrationsamt Hessen (§ 186 SGB IX) besteht, vor. Die Jury trifft ihre Entscheidung mit einfacher Stimmenmehrheit.

Den Preisträgern bzw. Preisträgerinnen werden jeweils eine Urkunde sowie ein gelddotierter Preis (3.000,00 Euro) im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung überreicht.
Sie sind für den Zeitraum von drei Kalenderjahren berechtigt, sich öffentlich auf den Preis zu berufen, insbesondere in Kundenmitteilungen und Werbemaßnahmen. Nach Absprache mit den Preisträgern bzw. Preisträgerinnen werden die Medien informiert.

Bewerbungen sind bis spätestens 30. Juni eines Jahres zu richten an:

Hessisches Ministerium für
Soziales und Integration
Frau Meike Berghöfer
Sonnenberger Str. 2/2A
65193 Wiesbaden
E-Mail: landespreis-beschaeftigung@hsm.hessen.deÖffnet sich in einem neuen Fenster

Weitere Informationen

Preisträger des Hessischen Landespreises für die beispielhafte Beschäftigung
und Integration schwerbehinderter Menschen in Hessen seit 2006

2006
1 Kat. I Freesort GmbH, Niederlassung Frankfurt, Länderweg 19,
60599 Frankfurt am Main
2 Kat. II Huhle Stahl- und Metallbau GmbH, Hagenauer Straße 25, 65203 Wiesbaden
3 Kat. III Fleischwerk Hessengut GmbH, Industriegebiet Pfieffewiesen,
34212 Melsungen

2007
1 Kat. I GZL Gesundheitszentrum Limburg GmbH, Graupfortstraße 6, 65549 Limburg a. d. Lahn
2 Kat. II Dura Tufting GmbH, Frankfurter Straße 62, 36043 Fulda
3 Kat. III Fraport AG, 60547 Frankfurt am Main

2008
1 Kat. I VDBS, Versicherungsdienst für Blinde und Sehbehinderte GmbH,
Am Krappen 31 A, 35037 Marburg
2 Kat. II Faubel & Co. Nachfolger GmbH, Postfach 11 60, 34201 Melsungen
3 Kat. III Energieversorgung Offenbach AG, Andréstraße 71, 63067 Offenbach

2009
1 Kat. I ARAL Center Dörigmann, Petersberger Straße 101, 36100 Petersberg
2 Kat. II Reinhard Schaum, Elektrotechnische Vertretungen, Rheinstraße 8,
35625 Hüttenberg
3 Kat. III Carl Zeiss Sports Optics GmbH, Gloelstraße 3 - 5, 35576 Wetzlar

2010
1 Kat. I Fa. Sinning, Holzverpackungen, Gemeindeweg 1 - 3, 34225 Baunatal
2 Kat. II SKOBERNE GmbH, Schornsteine/Abgase, Ostendstraße 1, 64319 Pfungstadt
3 Kat. III ESO Servicegesellschaft mbH Offenbach, Senefelderstraße 162,
63069 Offenbach

2011: Wegfall der Einteilung in Kategorien
- Josef Anton Natursteine GmbH, Hauptstraße 97a, 63579 Freigericht
- Landhaus Klosterwald Betr. GmbH, An der B 488, 35423 Lich-Arnsburg
- Daimler AG Mercedes Benz, Niederlassung Kassel/Göttingen, Sandershäuser Straße 101, 34123 Kassel

2012:
- Main IT GmbH & Co. KG, Gundelhardtstraße 2, 65779 Kelkheim
- Galeria Kaufhof GmbH, Kirchgasse 28, 65185 Wiesbaden
- Kreiswerke Main-Kinzig GmbH, Barbarossastraße 26, 63571 Gelnhausen

2013:
- Bernhard Rudolph Garten- und Landschaftsbau GmbH, Samerwiesen 20, 63179 Obertshausen
- K + S KALI GmbH, Werk Werra, 36267 Philippsthal
- B. Braun Melsungen AG, Carl-Braun-Straße 1, 34212 Melsungen

2014:
- Sorol Hospitality Equipts GmbH, Max-Planck-Straße 9, 63128 Dietzenbach
- iba – individuelles betriebliches arbeiten e. V., Bahnstraße 8, 65205 Wiesbaden
- Elis Textil-Service GmbH, Niederlassung Rhein-Main, Industriestraße 4, 69509 Mörlenbach

2015:
- Camerin-Systemzentrale, Ferrero-Ring 20, 35260 Stadtallendorf
- Volkswagen AG, Dr.-Rudolf-Leiding-Platz 1, 34225 Baunatal
- Seidel GmbH, Seidel GmbH + Co. KG, Rosenstraße 8, 35037 Marburg

2016:
- Dr. Friedrich und Partner Rechtsanwälte mbB, Suedring 29, 64832 Babenhausen
- Globus SB Warenhaus - Betriebsstätte Limburg, Mundipharmastraße 1, 65549 Limburg
- RS Components Bad Hersfeld, Am Schloß Eichhof 2, 36251 Bad Hersfeld

2017:
- CC-Cut, Kasseler Straße 16a, 34628 Loshausen
- WKSB Isolierungen, Zum Weissen Rain 2, 63571 Gelnhausen
- Bio-Ziegenhof „Weiße Hube“, Hohe Straße 72, 64732 Bad König (Momart)

2018:
- PSG Polat System Gastronomie GmbH, 60439 Frankfurt
- VaMax IT – TK – Security, 34225 Baunatal
- TerraVerde Biomarkt Bad Homburg, 61348 Bad Homburg

2019:
- T & W Gastro GmbH – WILHEMSBADER HOF KÜCHE, Kesselstädter Str. 80, 63454 Hanau
- Orthopädietechnik und Sanitätshaus Brauns, Mühlgasse 4, 35745 Herborn
- LOGO-Tex e.K., Sudetenstraße 71-73, 35581 Wetzlar

2020:
- KZWO GmbH, Bürgermeister-Schlag-Straße 7, 36124 Eichenzell
- IDEAL Karosseriebau GmbH, Lahnstraße 1b, 63477 Maintal (Doernigheim)
- vinocentral GmbH, Platz der Deutschen Einheit 21, 64293 Darmstadt